kliniken-koeln.de nutzt Cookies, um die korrekte Funktionsweise der Webseite zu gewährleisten. Weitere Informationen

Akzeptieren

Als erstes Krankenhaus im Rheinland bietet die Augenklinik Köln-Merheim ein neues Verfahren bei der Hornhauttransplantation an.

Augenklinik

Wir bieten Ihnen umfassende diagnostische und therapeutische Möglichkeiten quer durch die moderne Augenheilkunde.

Hornhauttransplantate

Woher kommt die Spenderhornhaut?

Hornhauttransplantate stammen von verstorbenen Patienten. Als Spender kommt nahezu jeder in Frage, der gesunde Augen hat und an keiner übertragbaren Krankheiten leidet. Eine Altersbegrenzung besteht nicht. Die Aufgaben der Hornhautbanken sind die Beschaffung, Konservierung und Vergabe von Spenderhornhäuten. Die Organspende ist freiwillig und nicht gegen den zu Lebzeiten geäußerten Willen des Verstorbenen möglich. Am sichersten ist es, die Bereitschaft zur Organspende durch einen Spenderausweis deutlich zu machen. Bei einem Todesfall setzen sich die Ärzte mit den Angehörigen in Verbindung und erklären Ihnen die Möglichkeit der Organspende, insbesondere der Hornhautspende. Eine Entnahme der Hornhäute ist, im Gegensatz zu den anderen Organen, bis zu 48 Stunden nach der Todesfeststellung möglich. Die Angehörigen haben so Zeit und Ruhe, um eine Entscheidung zu treffen. Die wesentlichen Inhalte der Gespräche werden dokumentiert und archiviert, sodass die Entscheidung zur Organspende transparent und jederzeit nachvollziehbar ist.

 

Was passiert mit der entnommenen Spenderhornhaut?

Nach der Entnahme werden im Labor der Hornhautbank Köln-Merheim die Hornhäute präpariert. Sie werden unter dem Mikroskop untersucht und beurteilt. Das Hauptkriterium ist die Dichte der Endothelzellen auf der Hornhautrückseite. Die Hornhäute werden in eine Nährlösung gelegt, so dass die Zellen weiterleben können. Diese Konservierung findet bei 32°C statt und ist für vier bis sechs Wochen möglich. Parallel werden mikrobiologische Tests und Untersuchungen des Spenderblutes durchgeführt um auszuschließen, dass Krankheiten auf den Empfänger übertragen werden. Kurz vor der Transplantation wird die Hornhaut in ein zweites Medium überführt. Das erste Medium ist für die längere Aufbewahrung gedacht, dabei quillt die Hornhaut jedoch auf. Die zweite Flüssigkeit ist dem Zustand im menschlichen Auge näher angepasst. Sie entquellt die Hornhaut wieder, entzieht ihr also Wasser. Bei der gesamten Aufbereitung und Kultivierung der Spenderhornhäute wird streng auf Sterilität, Sauberkeit und Hygiene geachtet.

Seite zuletzt aktualisiert am 13.10.2017