kliniken-koeln.de nutzt Cookies, um die korrekte Funktionsweise der Webseite zu gewährleisten. Weitere Informationen

Akzeptieren

Männer erkranken doppelt so oft wie Frauen an Harnsteinen. Viele Ursachen für die Bildung der einzelnen Steinarten sind sehr gut erforscht und können durch Blut- und Harnuntersuchungen bei jedem Patienten individuell bestimmt werden.

Der Urologischen Klinik stehen zwei modern ausgerüstete Operationssäle für offene Operationen und jeweils ein Operationsraum für transurethrale (durch die Harnröhre) und endoskopische Eingriffe zur Verfügung.

Eine besondere Sprechstunde zur Vorbereitung ambulanter Eingriffe findet montags ab 14 Uhr statt. Anmeldung: +49 221 8907-2700

Empfehlungen für Stein-Patienten

 

Um die Bildung von Harnsteinen zu vermeiden gilt bei allen Steinarten: viel trinken!


Die tägliche Urinausscheidung sollte 2-2,5 Liter betragen, das entspricht einer Trinkmenge von 2-3 Litern, über den Tag verteilt.

 

Wichtigstes Ziel ist es, das spezifische Harngewicht unter 1015 zu senken.
Mit Teststreifen ist hier eine Selbstkontrolle möglich.

 

 

Als Flüssigkeitszufuhr wird generell empfohlen:


  • Quell-/Leitungswasser
  • Früchte-, Kräuter- und Harntees
  • verdünnter Apfel-, Trauben- und Himbeersaft
    (hier bitte den Kaloriengehalt beachten!)

 

 

Nachfolgend möchten wir Ihnen weitere Anhaltspunkte zur Vermeidung einer Neubildung (Rezidivprophylaxe)
von einigen speziellen Steinarten geben.

Unsere Empfehlungen beziehen sich auf Diät und Getränke (ohne medikamentöse Maßnahmen).

 

Calcium-Oxalatsteine

Anhaltspunkte zur Vermeidung einer Neubildung (Rezidivprophylaxe)
von Calcium-Oxalatsteinen durch Diät und Getränke (ohne medikamentöse Maßnahmen)

Empfohlene Ernährung:

  • Reduktion von Milch- und Milchprodukten,
    tägl. Ca-Aufnahme ca. 800 mg - 1000 mg entspricht ca. 400 ml Milch oder 60 g Schnittkäse
  • Auf ballaststoffreiche Ernährung achten, Reduktion von Fleisch und Fisch <150 mg
  • Keine Oxalatreiche Kost wie Rhabarber, Mangold, Spinat, Rote Beete
  • Vermeidung von Überdosen Vitamin C (über 500 mg/Tag)
  • Einschränkung von Kaffee und Tee

Empfohlene Getränke:

  • Mineralwasser (Bicarbonatgehalt über 1500 mg/l, Kalziumgehalt unter 150 mg/l,
    wenn möglich: Natriumgehalt unter 500 mg/l, Magnesiumgehalt über 100 mg/l)
  • Saft von Zitrusfrüchten (Zitrone, Orange) wegen des relativ hohen Kaloriengehaltes verdünnt!

 


Harnsäuresteine

Empfohlene Ernährung:

  • Generell purinreiche Speisen meiden wie:
    Innereien, Sardinen, Sardellen, Heringe, Makrelen, Fisch- und Geflügelhaut
  • Reduktion von Fleisch, Fisch, Wurst und Alkohol


Empfohlene Getränke:

  • Mineralwasser Bicarbonatgehalt über 1500 mg/l,
    Kalziumgehalt unter 150 mg/l, Wenn möglich: Natriumgehalt unter 500 mg/l, Magnesiumgehalt über 100 mg/l
  • Saft von Zitrusfrüchten (Zitrone, Orange) wegen des relativ hohen Kaloriengehaltes verdünnt!
  • besonders ungünstig: 
    Hefebier (Weißbier)!

 

Struvitsteine

Calciumphosphat- (Apatit-) Magnesium-Ammoniumphosphat (=Struvit) Steine

Empfohlene Ernährung:

  • Reduktion von Milch und Milchprodukten (Calciumphosphatsteine)

Empfohlene Getränke:

  • Quell-/Leitungswasser
  • Früchte-, Kräuter- und Harntees
  • verdünnter Apfel-, Trauben- und Himbeersaft (Kaloriengehalt beachten!)
  • säuernde Mineralwässer (Sulfatgehalt über 400 mg/l, Bicarbonatgehalt unter 350 mg/l)
  • verdünnter Johannisbeer- oder Preiselbeersaft

 

Seite zuletzt aktualisiert am 13.10.2017