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Schrittmacher und implantierbare Defibrillatoren

Medizinische Klinik II

Die Medizinische Klinik II besitzt eine lange Tradition in der Abklärung von Synkopen und Herzrhythmusstörungen wie auch in der Behandlung mit Herzschrittmachern, implantierbaren Defibrillatoren sowie der Herzinsuffizienz. Die operativen Eingriffe werden in unserem neuen Hybrid-OP mit modernster digitaler Röntgentechnik (niedrige Strahlenbelastung) von langjährig erfahrenen Operateuren durchgeführt. In der Schrittmacher-Ambulanz erfolgt seit Jahrzehnten die Nachsorge für Implantate aller relevanten Hersteller auf höchstem Niveau, so dass jederzeit eine individuelle Anpassung der Gerätefunktionen an Ihre spezielle Herzrhythmusstörung gewährleistet ist.

Herzschrittmacher

Die Implantation (Einpflanzung) eines Herzschrittmachers ist eine seit über 50 Jahren bewährte Therapie bradykarder Herzrhythmusstörungen (zu seltener Herzschlag). Das ca. 25 g leichte Aggregat wird im Brustbereich unterhalb des Schlüsselbeins implantiert und mit einer oder zwei durch Blutgefäße geführten Sonden mit dem Herzmuskel verbunden. Dieser Eingriff wird üblicherweise in örtlicher Betäubung durchgeführt und dauert ca. eine Stunde. Nach dem Eingriff kann der Patient in der Regel sofort wieder aufstehen und zwei Tage später entlassen werden. Vorher wird der Schrittmacher von außen auf den individuellen Rhythmus des Patienten eingestellt. Die Batterie moderner Schrittmacher hat eine Laufzeit von etwa 8 bis 12 Jahren, danach muss das Aggregat bei einem kleinen, ca. 30-minütigen Eingriff ausgewechselt werden.

Implantierbarer Defibrillator (ICD)

Für Patienten mit einem erhöhten Risiko für lebensgefährliche schnelle Herzrhythmusstörungen (Kammertachykardien) oder einen plötzlichen Herztod (Kammerflimmern) besteht die Möglichkeit, einen implantierbaren Defibrillator (ICD) einzupflanzen. Dieses Gerät kann einen zu schnellen Herzrhythmus durch schmerzlose Impulse oder - im Notfall - auch durch einen Elektroschock beenden. Der Eingriff ist vergleichbar mit der Implantation eines Herzschrittmachers, allerdings ist das Aggregat größer (ca. 75 g) und für die Funktionstestung ist eine Kurznarkose notwendig. Die Batterielaufzeit moderner ICDs liegt bei ca. 8 Jahren.

Implantierbarer Ereignisrekorder (ILR)

Bei Patienten, die unter wiederholter Kollapsneigung oder Synkopen (kurzzeitiger Bewusstseinsverlust) leiden, versuchen wir zunächst mit einfachen Methoden (insbesondere gründliche körperliche Untersuchung, Krankengeschichte, Blutuntersuchung, EKG und 24-Stunden-EKG sowie neurologische Untersuchung) die Ursache (z.B. Herzrhythmusstörungen) zu erfassen. Gelingt dies auch mit ergänzenden Untersuchungen nicht, kann ein Langzeit-EKG Speicher (ILR) unter die Haut eingepflanzt werden. Dieses kleine Gerät kann seltene Herzrhythmusstörungen auch über mehrere Monate oder z.B. bei erneuten Beschwerden ambulant erfassen und so die Ursache der Synkopen aufklären. Mit dieser Information kann dann eine gezielte Behandlung (z.B. Implantation eines Herzschrittmachers) erfolgen.

Kardiale Resynchronisationstherapie (CRT)

Für Patienten mit einer fortgeschrittenen Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) und nicht mehr synchroner Aktivierung der rechten und linken Herzkammer (Linksschenkelblock)  gibt es seit etwa zehn Jahren die Möglichkeit, durch einen speziellen Herzschrittmacher mit einer dritten Sonde zur Erregung auch des linken Herzens (biventrikuläre Stimulation) die Pumpsituation des geschwächten Herzmuskels zu optimieren (CRT). Meist wird gleich ein biventrikulärer Defibrillator implantiert, da die fortgeschrittene Herzinsuffizienz auch mit einem erhöhten Risiko für gefährliche schnelle Herzrhythmusstörungen einhergeht. Der Eingriff ist vergleichbar mit der Implantation eines gewöhnlichen Schrittmachers oder Defibrillators, allerdings dauert er aufgrund der aufwendigen Sondierung der linken Herzkammer über das venöse Blutsystem etwa doppelt so lange. Die Batterielaufzeit moderner CRT-Aggregate liegt bei etwa 7 Jahren.

Seite zuletzt aktualisiert am 10/13/2017