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Männer erkranken doppelt so oft wie Frauen an Harnsteinen. Viele Ursachen für die Bildung der einzelnen Steinarten sind sehr gut erforscht und können durch Blut- und Harnuntersuchungen bei jedem Patienten individuell bestimmt werden.

Der Urologischen Klinik stehen zwei modern ausgerüstete Operationssäle für offene Operationen und jeweils ein Operationsraum für transurethrale (durch die Harnröhre) und endoskopische Eingriffe zur Verfügung.

Eine besondere Sprechstunde zur Vorbereitung ambulanter Eingriffe findet montags ab 14 Uhr statt. Anmeldung: +49 221 8907-2700

Wechseljahre des Mannes

 „Wenn man(n) in die besten Jahre kommt!“
Wechseljahre, die mit denen der Frau vergleichbar sind, gibt es beim Mann nicht. Natürlich gibt es auch beim Mann altersbedingte körperliche Veränderungen. Um sich hiervon zu überzeugen, reicht ein regelmäßiger Blick in den Spiegel.

Im Gegensatz zur Frau ist beim alternden Mann die Zeugungsfähigkeit nicht plötzlich beendet  und es tritt nicht innerhalb kurzer Zeit eine umfassende hormonelle Veränderung auf. Beim gesunden Mann bleiben im Gegenteil Hormonproduktion und Samenproduktion zeitlebens erhalten, sie gehen nur langsam auf ein niedriges Niveau zurück.
 
Wie sich die Hormone verändern (Testosteron)
Auch bei einem jungen erwachsenen Mann schwankt der Testosteronspiegel im Verlaufe eines Tages. Abends sind die Werte am niedrigsten, morgens am höchsten. Bei Männern über 40 Jahre sinken zunächst nur die Testosteron-Spitzenwerte in den Morgenstunden. Mit zunehmendem Alter sinkt vor allem der Anteil des freien Testosterons langsam ab. 70-jährige Männer haben nur zwei Drittel ihrer Testosteronwerte aus jüngeren Jahren.

 

Männer, die in einer festen Partnerschaft leben, haben durchschnittlich niedrigere Testosteronwerte als Männer ohne Partnerbindung. Auf der anderen Seite haben sie in der Regel häufiger Geschlechtsverkehr als „Singles“.
Zahlreiche Faktoren können sich negativ auf den Hormonspiegel auswirken.
Zum Beispiel:

  • Chronische Krankheiten wie Diabetes, Arteriosklerose, Leber- oder Nierenerkrankungen
  • Herzinfarkt oder Virusinfekte
  • Operationen
  • Medikamente, z.B. Psychopharmaka
  • Psychischer oder körperlicher Stress (offenbar stören die Stresshormone die Testosteronbildung)
  • Häufiges Fasten oder Diäten
  • Alkohol und Drogen

 

Die Abnahme der körpereigenen Hormonproduktion kann allerdings in manchen Fällen mit verschiedenen Symptomen einhergehen, welche oft schwer mit dem Hormonmangel in Zusammenhang gebracht werden. Man spricht in diesem Fall vom Partiellen Androgendefizit des Alternden Mannes (PADAM). 
Mögliche Symptome hierfür sind:

  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Stimmungschwankungen, Depression
  • Kraftlosigkeit, Muskelschwund
  • Ansammlung viszeraler Fettpolster
  • Gewichtszunahme
  • Nachlassende Libido
  • Erektionsstörungen
  • Gliederschmerzen (Osteoporose)

 

Wann ist eine Hormonersatztherapie sinnvoll?
Eine Hormonersatztherapie kann dann sinnvoll sein, wenn bei mehreren Kontrollen ein erniedrigter Testosteronspiegel nachgewiesen werden konnte und gleichzeitig die oben beschriebenen Beschwerden vorliegen. Kommt es nach Einleitung einer solchen Behandlung nicht zu der gewünschten Verbesserung der Beschwerden, ist dies ein deutliches Zeichen, dass andere Ursachen dafür verantwortlich sind, die nichts mit hormonellen Veränderungen zu tun haben.

Deshalb ist bei ihrer Abklärung ein ganzheitlicher, bio-psycho-sozialer Ansatz erforderlich. Das heißt, es muss sowohl auf mögliche körperliche (bio), seelische (psycho) als auch soziale (sozial) Beeinträchtigungen (Partnerschaft, Beruf) geachtet werden. Häufig kommt alles zusammen: Männer neigen dazu, sich eine schnelle, technische Lösung ihrer Probleme zu wünschen und zeigen häufig wenig Bereitschaft, über ihre Lebenssituation nachzudenken und gezielte Veränderungen ihrer bisherigen Lebensweise anzugehen. Letzteres ist jedoch längerfristig viel Erfolg versprechender als die Einnahme irgendwelcher Mittelchen, um dann weiter machen zu können wie bisher.

Am Ende steht nicht selten der völlige Zusammenbruch. Man kann heute von den drei K’s (Karriere, Konkurrenz, Kollaps) sprechen. Der Hintergrund hierfür ist eine gesellschaftliche Entwicklung, in der Alter nicht mehr als ein Zeichen für Lebenserfahrung, sondern als Mangel angesehen wird.  Nicht zu Unrecht spricht man in diesem Zusammenhang auch von „ Altersdiskriminierung.“

Aus diesem Grund lehnen wir bewusst den Modebegriff „Anti-aging“ ab. Altern ist ein natürlicher, lebenslanger Vorgang, bei dem es darauf ankommt, durch entsprechende Lebensführung bis ins hohe Alter sowohl geistig als auch körperlich vital zu bleiben. Hierbei wollen wir Sie gerne beraten!

Wie Sie Ihre Vitalität bis ins hohe Alter bewahren können:

  • Ausgewogene Ernährung
  • Regelmäßige sportliche Aktivitäten, vor allem Ausdauertraining (am besten gemeinsam mit anderen)
  • Zeit- und Stressmanagement (beachten Sie bitte unser Kursangebot )
  • Eine stabile Partnerschaft

  
„Es passiert nichts Gutes, es sei denn man tut es!“ (Erich Kästner)

Seite zuletzt aktualisiert am 13.10.2017