Pathologie Köln-Merheim

Die Pathologie Köln-Merheim ist für alle drei Standorte der Kliniken der Stadt Köln zuständig und diagnostiziert und forscht für Sie.

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Pathologie Köln-Merheim

Wir erfüllen alle Anforderungen an moderne Diagnostik.

Zur Molekularpathologie

Aktuelles

Dr. Alexander Adam wird neuer Chefarzt des Instituts für Pathologie der Kliniken Köln

Wechsel an der Spitze des Instituts für Pathologie der Kliniken der Stadt Köln: Zum 1. August 2026 übernimmt Dr. Alexander Adam die Leitung des Instituts für Pathologie der Kliniken der Stadt Köln. Darüber hinaus wird er das Fachgebiet der Pathologie im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) der Kliniken Köln fachlich verantworten und weiterentwickeln. Er folgt auf Prof. Dr. Michael Brockmann, der nach langjähriger erfolgreicher Tätigkeit in den Ruhestand tritt.  

Mit der Neubesetzung stärken die Kliniken Köln gezielt einen zentralen Bereich ihrer diagnostischen Infrastruktur und setzen ihren strategischen Kurs hin zu einer Medizin auf universitärem Niveau konsequent fort. Bereits heute sind die Kliniken Köln mit hochspezialisierter Medizin, Forschung, Lehre und enger Kooperation im universitären Umfeld ein bedeutender Bestandteil der regionalen Gesundheitsversorgung. Mit dem entstehenden Gesundheitscampus Köln-Merheim wird diese Entwicklung in den kommenden Jahren weiter ausgebaut.

Dr. Adam verfügt über umfassende fachliche Expertise in der Pathologie sowie langjährige Führungs- und Managementerfahrung, wobei er einen besonderen Schwerpunkt in der engen Vernetzung der Pathologie mit den klinischen Abteilungen sieht. Der Facharzt für Pathologie war zuletzt Chefarzt des Instituts für Pathologie am Klinikum Oberberg und zugleich Geschäftsführer des MVZ Oberberg und Siegen. Darüber hinaus war Dr. Adam viele Jahre im universitären Umfeld tätig, unter anderem am Institut für Pathologie der Universität zu Köln, wo er auch in Forschung und Lehre aktiv war.

„Mit Prof. Dr. Michael Brockmann verabschieden wir einen hochgeschätzten Kollegen, der das Institut für Pathologie über viele Jahre fachlich exzellent geprägt und mit großer Verlässlichkeit weiterentwickelt hat. Für seinen engagierten Einsatz danken wir ihm sehr herzlich“, erklärt Prof. Dr. Axel Goßmann, Geschäftsführer der Kliniken Köln.

„Gleichzeitig freuen wir uns, mit Dr. Alexander Adam einen erfahrenen und hervorragend vernetzten Pathologen für diese verantwortungsvolle Aufgabe gewonnen zu haben. Die Pathologie ist ein zentraler Baustein moderner Medizin – in Diagnostik, Forschung, Lehre und der interdisziplinären Versorgung komplexer Krankheitsbilder. Mit Blick auf die Weiterentwicklung unseres Gesundheitscampus ist diese Besetzung ein wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit unserer Kliniken.“

Daniel Dellmann, Geschäftsführer der Kliniken Köln, ergänzt: „Die Kliniken Köln entwickeln sich konsequent weiter als starker kommunaler Maximalversorger mit universitärer Perspektive. Gerade diagnostische Schlüsselbereiche wie die Pathologie sind entscheidend für die Medizin von morgen. Herr Dr. Adam bringt sowohl die medizinische Expertise als auch die strategische Führungserfahrung mit, um das Institut und das MVZ zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.“

Dr. Alexander Adam sagt zu seinem Wechsel nach Köln: „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe bei einem renommierten Maximalversorger, der medizinische Exzellenz mit einer klaren Perspektive universitärer Weiterentwicklung verbindet. Die Pathologie befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel – geprägt durch Digitalisierung, künstliche Intelligenz und molekulare Diagnostik. Gerade dadurch gewinnt sie weiter an Bedeutung für personalisierte Therapien und interdisziplinäre Medizin. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team das Institut und das MVZ im Kontext des Gesundheitscampus strategisch weiterzuentwickeln.“

Das Institut für Pathologie der Kliniken Köln ist ein zentraler diagnostischer Partner für die medizinischen Fachbereiche der Kliniken sowie für externe Einsenderinnen und Einsender in der Region. Mit histologischer, zytologischer und molekularpathologischer Diagnostik leistet das Institut einen wesentlichen Beitrag zur präzisen Diagnosestellung und individuellen Therapieplanung in der stationären und ambulanten Versorgung.

Meilenstein für die Diagnosesicherheit: Institut für Pathologie und MVZ Köln-Merheim, Fachgebiet Pathologie der Kliniken Köln erfolgreich nach DIN EN ISO/IEC 17020 akkreditiert

Köln, 02. März 2026 – Das Institut für Pathologie sowie das MVZ Köln-Merheim, Fachgebiet Pathologie der Kliniken der Stadt Köln gGmbH haben die Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17020:2012 erfolgreich abgeschlossen. Mit diesem offiziellen Nachweis bestätigt die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) die hohe Kompetenz, Unparteilichkeit sowie Zuverlässigkeit der diagnostischen und begutachtenden Tätigkeiten der Einrichtungen.

Die Norm DIN EN ISO/IEC 17020:2012 legt die Anforderungen an den Betrieb verschiedener Typen von Inspektionsstellen fest und stellt insbesondere die Kompetenz, Unparteilichkeit und gleichbleibend hohe Qualität der Arbeit sicher. Die nun erreichte Akkreditierung unterstreicht die herausragende fachliche Expertise sowie die strukturelle und organisatorische Exzellenz des Standortes Köln-Merheim im Bereich der Pathologie.

Der systematische Ausbau des bestehenden Qualitätsmanagementsystems nach den höheren Anforderungen der Norm begann bereits Ende 2021. Ende 2023 erfolgte dann die Anmeldung der Akkreditierung bei der DAkkS. Im Herbst 2025 fand das umfassende DAkkS-Audit statt, bei dem alle relevanten Prozesse, Strukturen und Nachweise geprüft wurden. Mit dem nun vorliegenden positiven Abschluss ist der mehrstufige Akkreditierungsprozess erfolgreich beendet.

Diese Bestätigung unterstreicht die hohe Qualität der diagnostischen Arbeit, die konsequente Einhaltung aller normativen Anforderungen sowie die nachhaltige Implementierung eines professionellen Qualitätsmanagementsystems.

Hinter der erfolgreichen Implementierung steht mit den Qualitätsmanagementbeauftragen Dr. med. Britta Tantius und Dr. rer. nat. Jessica Lüsebrink ein engagiertes Team. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden der Pathologie haben sie Prozesse optimiert und die Dokumentation auf das geforderte Niveau gehoben.

„Die erfolgreiche Akkreditierung ist das Ergebnis einer großartigen Teamleistung. Sie zeigt, dass wir unsere Prozesse nicht nur beherrschen, sondern sie kontinuierlich verbessern, um die bestmögliche diagnostische Grundlage für jede Therapie zu schaffen", erklärte Herr Prof. Dr. Brockmann, Leiter der Pathologie Köln-Merheim.

Besonderer Dank gilt dabei der externen Unterstützung: Marion Jäschen von der S&P Exzellenz Beratung begleitete das Projekt von Beginn an. Mit ihrer Expertise steuerte sie den komplexen Prozess der Strukturierung und sorgte dafür, dass die normativen Anforderungen passgenau in den klinischen Alltag integriert wurden.

Über das Institut für Pathologie Köln-Merheim und das MVZ Köln-Merheim, Fachgebiet Pathologie (Pathologie Köln-Merheim): Die Pathologie Köln-Merheim ist Teil der Kliniken der Stadt Köln gGmbH und bietet ein breites Spektrum an diagnostischen Verfahren. Als unverzichtbarer Pfeiler der onkologischen Versorgung arbeitet es eng mit den Fachabteilungen am Standort Merheim sowie externen Partnern zusammen.

Neues Sequenzier-Labor am Krankenhaus Merheim eröffnet: Meilenstein für personalisierte Tumormedizin

Das Krankenhaus Merheim der Kliniken der Stadt Köln hat heute, am 7. Oktober 2025, offiziell sein neues Sequenzier-Labor in Betrieb genommen – ein bedeutender Schritt in Richtung moderner, personalisierter Krebsmedizin. Mit einer Investition von rund 750.000 Euro wurden vier hochmoderne Laborgeräte installiert, die eine umfassende Gen-Analytik ermöglichen.

Die neue Technologie erlaubt die gleichzeitige Untersuchung von 517 Genen innerhalb von nur vier bis fünf Werktagen. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für individuell zugeschnittene Therapien, etwa durch den Einsatz von Antikörpern oder spezifischen Inhibitoren. Damit können Tumorpatient*innen gezielter und wirksamer behandelt werden.

„Mit dem neuen Labor schaffen wir ein Alleinstellungsmerkmal für das rechtsrheinische Köln", erklärt Prof. Dr. Oliver Schildgen, Leiter des Labors, und ergänzt: „Unsere Anlage arbeitet auf Universitätsniveau, erfüllt internationale Standards und ist vollständig leitlinienkonform." Ein besonderes Merkmal des Labors ist der autarke Stromkreis, der auch bei Stromausfällen unterbrechungsfrei weiterläuft – ein entscheidender Faktor für die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Diagnostik.

Die Laborleistung steht nicht nur Patient*innen der Kliniken der Stadt Köln mit den Krankenhäusern Holweide, Merheim und dem Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße zur Verfügung, sondern kann auch überweisenden Einrichtungen wie anderen Krankenhäusern oder pathologischen Laboren angeboten werden. Aktuell befindet sich das Labor im Akkreditierungsverfahren, das voraussichtlich im Jahr 2026 abgeschlossen wird.

„Die Pathologie ist längst nicht mehr nur ein diagnostisches Begleitfach – sie ist ein zentraler Motor der modernen Medizin. Mit molekularen Verfahren wie der Gen-Sequenzierung liefern wir entscheidende Informationen für die Therapieentscheidung. Gerade in der Onkologie ist die präzise Analyse von Genmutationen der Schlüssel zur personalisierten Behandlung", so Prof. Schildgen.

Die Pathologie hingegen stellt heute nicht mehr nur den Ist-Zustand von Blutserum oder Gewebe fest – sie bestimmt zunehmend die personalisierte und damit optimierte Behandlung.

Das neue Labor ist ein Quantensprung in dieser Entwicklung", so Prof. Dr. Axel Goßmann, Geschäftsführer der Kliniken Köln.

„Mit der Eröffnung des hochmodernen Sequenzier-Labors setzt das Krankenhaus Merheim für die Kliniken Köln ein starkes Zeichen für Innovation und Fortschritt in der Onkologie – zum Wohle der Patient*innen und der medizinischen Versorgung in der gesamten Region", stellt Daniel Dellmann, Geschäftsführer der Kliniken Köln, fest.

Foto: Prof. Dr. rer. nat. Oliver Schildgen, Priv. Doz. Dr. rer. nat Verena Schildgen und Prof. Dr. Michael Brockmann (v.l.)

Ein Durchbruch in der medizinischen Literatur:
Neues Buch: Bronchoalveolar Lavage in Basic Research and Clinical Medicine

Priv. Doz. Dr. rer. nat Verena Schildgen und Prof. Dr. rer. nat. Oliver Schildgen aus der Molekularbiolgie sowie der Chefarzt der Pathologie Prof. Dr. Michael Brockmann haben das Buch "Bronchoalveolar Lavage in Basic Research and Clinical Medicine" herausgegeben.

Was ist Bronchoalveolare Lavage?
Bronchoalveolare Lavage (kurz BAL) ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem eine spezielle Flüssigkeit in die tiefen unteren Atemwege eingebracht und anschließend wieder abgesaugt wird. Dies ermöglicht die Gewinnung von Proben aus den Lungenbläschen (Alveolen) und den Bronchien. Die BAL bietet also wertvolle Einblicke in die Zusammensetzung der Atemwegsflüssigkeit. Dies ist besonders nützlich bei der Diagnose von Atemwegserkrankungen, Infektionen, Entzündungen und anderen Lungenerkrankungen. Zudem dient sie als Forschungsinstrument, um das Verständnis der Atemwegsphysiologie zu vertiefen.

Die BAL ist zwar weltweit als Standardverfahren anerkannt, bislang fehlte jedoch ein umfassendes Fachbuch, das sämtliche Erkenntnisse und neue Forschungsergebnisse zu diesem Thema vereint. Das Fachbuch, unterstützt durch Illustrationen und klinische Fälle, richtet sich hauptsächlich an Lungenärzt:innen, Zytolog:innen, Patholog:innen sowie Kliniker:innen und Auszubildende in den Bereichen Atemwegsmedizin und Infektionskrankheiten. Es bietet nicht nur Leitlinien und theoretischen Hintergrund, sondern gibt auch detaillierte Informationen zu verschiedenen Messungsmöglichkeiten für bestimmte Befunde.Die Publikation wirft zudem einen Blick in die Zukunft, indem sie aktuelle und künftige Anwendungen der BAL-Diagnostik in der Forschung und klinischen Medizin aufzeigt.

 


Erweiterungen im molekulardiagnostischen Portfolio

Ab sofort bieten wir im Rahmen der molekularpathologischen Diagnostik weitere Verfahren zur Charakterisierung pathologisch-klinischen Probenmaterials an. Dazu gehört die Erweiterung des MeningoFinder-Assays von 9 auf nun 22 Erreger, die Analyse von "Liquid Biopsies" (Blutplasma) zur Untersuchung von TKI-Resistenzen (T790M) bei der EGFR Therapie, sowie die Charakterisierung von Mammatumoren (Brustkrebs) mittels des Mamma-Typer Assays.

Der MammerTyper®Test ist ein molekulares diagnostisches in vitro Verfahren für den quantitativen Nachweis des mRNA-Expressionsstatus der Gene ERBB2 (HER2), ESR1 (ER), PGR (PR) und MKI67 (Proliferationsmarker Ki-67) in humanem Brustkrebsgewebe. Dieser Test dient zur molekularen Subtypisierung von Brustkrebsgewebe in Luminal A-like, Luminal B-like (HER2 negative), Luminal B-like (HER2 positive), HER2 positive (non-luminal) und Triple negative (ductal) Tumore (gemäß der St. Gallen Klassifikation 2013). Der MammaTyper® lässt sich in allen Brustkrebsfällen bei Frauen als primärer diagnostischer Test (Biopsie), für die Analyse von Resektionsproben und Metastasen, als Zweitmethode im Fall von nicht eindeutigen IHC-Ergebnissen oder als Schnelltest für die Bestimmung von ERBB2 (HER2), als Alternative für die IHC und die in situ-Hybridisierung (FISH/CISH) verwenden.

Seite zuletzt aktualisiert am 05.08.2026