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Fachkolleg(inn)en und Studierenden der Medizin bieten wir monatliche Vortragsveranstaltungen zu aktuellen Themen aus der Anästhesie, Intensiv- und Nofallmedizin, Schmerztherapie sowie Palliativmedizin.

Kölner AINS-Kolloquien
Anästhesiologie Merheim

Schmerzen bei oder nach der Operation müssen nicht sein!

Hier erfahren Sie mehr

Um eine optimale anaesthesiologische Betreuung zu gewährleisten, werden zeitgemäße Narkoseverfahren inklusive moderner Verfahren der rückenmarksnahen und peripheren Regionalanästhesie eingesetzt.

Informationen für Patienten

Patienteninformationen


Liebe Patientin, Lieber Patient,

steht Ihnen eine Operation oder eine schmerzhafte Untersuchung bevor oder möchten Sie sich einfach mehr über den Ablauf in einem modernen Operationsbereich wissen?
Hier können Sie sich hier informieren.

In unserem Krankenhaus werden operative Eingriffe und Untersuchungen von zahlreichen Fachabteilungen in allen Regionen des Körpers durchgeführt. Häufig ist dazu eine Ausschaltung des Schmerzempfindens oder des Bewußtseins erforderlich. So führen wir pro Jahr ca. 10.000 Vollnarkosen und andere Anästhesieverfahren durch.

Aufgabe der Klinik für Anästhesiologie ist es, den Patienten vor, während und nach der Operation oder der Untersuchung zu betreuen, im Rahmen der Möglichkeiten für seinen Komfort zu sorgen und nicht zuletzt das adäquate Narkoseverfahren auszuwählen, durchzuführen und zu überwachen.

Prämedikationsgespräch

Die Betreuung durch die Ärztinnen und Ärzte der Klinik für Anästhesiologie beginnt bei geplanten Eingriffen schon am Tage vor der Operation mit dem Prämedikationsgespräch.
Wenn Sie mobil sind, werden Sie dazu in unsere Ambulanz gerufen, andernfalls kommen wir zu Ihnen auf die Station.
Hier haben Sie Gelegenheit, sich mit einem Anästhesisten oder einer Anästhesistin über die geplante Narkose zu unterhalten. Der Anästhesist wird Ihre Krankenunterlagen durchsehen und einige Fragen unter anderem zu Vorerkrankungen, zu früheren Narkosen und zur allgemeinen körperlichen Belastbarkeit stellen. So erhält er ein Bild von Ihrem Gesundheitszustand. Wenn Sie weitere Fragen, Sorgen oder Wünsche haben, können Sie gerne mit uns darüber sprechen.
Nach den medizinischen Erfordernissen und nach Ihren Wünschen, sofern medizinisch vertretbar, entscheidet der Anästhesist nun über das für Sie günstigste Narkoseverfahren, z.B. ob eine Vollnarkose oder eine spezielle Form der Teilbetäubung (Regionalanästhesie) für Sie in Betracht kommt. Er wird Ihnen die Besonderheiten und Risiken des jeweiligen Verfahrens darlegen und Sie über das weitere Vorgehen informieren.
Wenn dann noch Unklarheiten bestehen - nur zu - wir freuen uns, Ihre Fragen zu beantworten!

Am Abend vor der Operation bekommen Sie noch Ihr Abendessen (es sei denn, die Art der geplanten Operation verbietet dies). Wenn Sie es wünschen, bekommen Sie eine Schlaftablette, damit Sie am nächsten Morgen ausgeruht den wichtigen Tag beginnen können.

Ab 22:00 Uhr gilt: Nicht mehr essen, trinken oder rauchen.
Das ist wichtig für die Narkose und dient ausschließlich Ihrer Sicherheit.


Am Operationstag

Am Morgen des Operationstages werden Sie von den Schwestern geweckt, leider gibt es kein Frühstück.
Ob Sie Ihre üblichen Medikamente am Morgen vor der OP einnehmen müssen, hat der Anaesthesist für die Schwestern und Pfleger Ihrer Station genau aufgeschrieben. 

Ungefähr 1 Stunde vor der Abfahrt zum OP bekommen Sie eine Tablette, die Sie als Vorbereitung zur Narkose ein wenig beruhigt und Ihnen die Angst nimmt.
Bitte lassen Sie Schmuck, Brille, Zahnprothesen und andere persönliche Gegenstände auf Ihrer Station. Denken Sie aber bitte daran, keine Wertgegenstände im Zimmer zurückzulassen.

Wenn es soweit ist, werden die Krankenschwestern oder -pfleger Ihrer Station Sie mit Ihrem Bett zum OP-Bereich bringen.

Anästhesieabteilung

Hier empfangen Sie die Schwestern und Pfleger der Anästhesieabteilung und helfen Ihnen beim Übersteigen auf die OP-Liege. Im Narkose-Einleitungsraum wird alles für die geplante Narkose vorbereitet.
Verschiedene Mess- und Überwachungsgeräte werden angeschlossen, um eine lückenlose Kontrolle der lebenswichtigen Körperfunktionen zu gewährleisten. Weiterhin wird Ihnen eine Infusion angelegt, um Ihnen die notwendigen Medikamente schnell und für Sie komfortabel verabreichen zu können.

Sind diese Vorbereitungen abgeschlossen, beginnt das Team der Anästhesie mit dem geplanten Betäubungsverfahren so, wie Sie dies am Vortag besprochen haben.

Entweder bekommen Sie jetzt die Einschlaf-und Schmerzmedikamente zur Einleitung der Vollnarkose, oder wir beginnen mit der Regionalanästhesie indem wir bestimmte Nervenbahnen gezielt mit einem Lokalanästhetikum blockieren.

Anästhesie

Erst wenn wir sicher sind, dass die Vollnarkose bzw. die Regionalanästhesie ausreichend wirkt, bringen wir Sie in den Operationssaal, wo dann die Operation unter Einhaltung größter Sterilität (Keimfreiheit) durchgeführt wird.
Über die Art und die besonderen Risiken des chirurgischen Eingriffs haben Sie die Kollegen der operativen Fächer ebenfalls am Vortag aufgeklärt.

Während der Operation

Während der gesamten Dauer des Eingriffs, der in seltenen Fällen 12 Stunden oder länger dauern kann, sind ein Arzt oder eine Ärztin und eine Schwester oder ein Pfleger der Abteilung für Anästhesie ständig in Ihrer unmittelbaren Nähe und überwachen Atmung, Kreislauf und alle anderen wichtigen Organfunktionen.

Sollte es zu irgendwelchen Problemen seitens der Atmung, des Kreislaufs oder anderer wichtiger Organsysteme kommen, werden wir dies unmittelbar anhand unserer Überwachungssysteme erkennen und können so rechtzeitig eine geeignete Therapie einleiten.

Nach der Operation

Nach Beendigung des Eingriffs beenden wir die Zufuhr der Narkosemittel, sodass Sie innerhalb kurzer Zeit aus der Narkose erwachen. Bei bestimmten Operationen oder bei bestimmten Konstellationen entscheidet der für Sie zuständige Anästhesist, eventuell die Narkose noch länger aufrechtzuerhalten und Sie erst im Aufwachraum oder auf der Intensivstation aufwachen zu lassen. In der Regel haben wir das am Vortag auch schon so mit Ihnen besprochen.

Aufwachraum

Im Aufwachraum kümmert sich das Team der Anästhesie weiterhin um Ihr Wohlergehen. Erst wenn die Narkose vollständig abgeklungen ist, alle Körperfunktionen regelrecht arbeiten und Sie auch ausreichend mit Schmerzmitteln versorgt sind, entlassen wir Sie aus unserer Obhut auf die Station. Eventuell wird im Aufwachraum entschieden, ob Sie zu Ihrer Sicherheit und zur weiteren Intensivtherapie zunächst auf eine der fünf Intensivstationen unseres Hauses verlegt werden.

Wenige Tage nach der Operation bekommen Sie noch einmal Besuch von uns. Bei der "postoperativen Visite" erkundigen wir uns, ob Sie die Narkose gut vertragen haben und ob Sie eventuell Beschwerden oder Verbesserungsvorschläge haben, die Sie gerne jetzt vortragen können.
Selbstverständlich stehen wir auch außerhalb dieser Visite jederzeit bei Problemen im Zusammenhang mit der Narkose zur Verfügung. Wenden Sie sich dazu bitte an die Schwestern und Pfleger auf Ihrer Station. Ein Anästhesist oder eine Anästhesistin wird Sie dann innerhalb kurzer Zeit aufsuchen, um Ihre Probleme zu besprechen.

Damit endet die Betreuung durch die Klinik für Anästhesiologie.
Wir hoffen, dass Sie sich trotz der unvermeidlichen Unannehmlichkeiten im Rahmen des operativen Eingriffs gut durch uns betreut fühlen und wir Ihnen ein Gefühl der Sicherheit vermitteln konnten.

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Seite zuletzt aktualisiert am 13.10.2017