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Wichtige Auszeichnung für Merheimer Chirurgen
Priv. Doz. Dr. Dirk R. Bulian erhält Felicién-Steichen-Preis 2016

Ergebnis seiner ausgezeichneten Studie: Gallenblasenentfernung über natürliche Zugangswege (NOTES) zeigt deutliche Vorteile gegenüber einer „Mini-Laparoskopie“ – Patientinnen haben trotz geringeren Schmerzmittel-Verbrauchs weniger Schmerzen und sind zufriedener

Priv. Doz. Dr. Dirk R. Bulian, Geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Viszeral-, Gefäß- und Trans-plantationschirurgie Köln-Merheim, wurde bei der Jahrestagung der Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) in Berlin mit dem Felicién-Steichen-Preis ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde ihm für seine Studie verliehen, die klinische Ergebnisse der Gallenblasenentfernung über natürliche Zugangswege der Needlescopic Surgery (Bauchspiegelung mit kleinsten Endoskopen) gegenüberstellt.

An verschiedenen Kliniken weltweit wurde im Jahr 2007 mit „NOTES“-Operationen begonnen. Bei diesen speziellen minimal-invasiven Eingriffen werden natürliche Körperöffnungen wie Bauchnabel, Magen oder Vagina als Zugang zum erkrankten Organ gewählt, um eine Verletzung der Bauchdecke durch Schnitte zu vermeiden. Die Abkürzung steht für Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery = Endoskopische Chirurgie über natürliche Körperöffnungen. Bei der Needlescopic Surgery, auch Mini-Laparoskopie genannt, handelt es sich um einer Weiterentwicklung der Laparoskopie. Die eingesetzten Instrumente haben nur 2 – 3 mm Durchmesser, so dass nur sehr kleine Bauchschnitte für den Eingriff erforderlich sind.

Verleihung Felicien-Steichen-Preis an PD Dr. Bulian Foto Peter Schmalfeldt

Im Mittelpunkt von Bulians Analyse stand am Beispiel der Gallenblasenentfernung die Frage, ob das neue NOTES-Verfahren tatsächliche Vorteile gegenüber einer minimal-invasiven etablierten Operationsmethoden hat und wenn ja, in welchem Umfang. Er verglich dabei die kurzfristigen klinischen Ergebnisse der Gallenblasenentfernung bei 40 Patientinnen, von denen je 20 mit dem NOTES-Verfahren bzw. einer „Mini-Laparoskopie“ operiert wurden. Erfasst wurden u.a. die Operationsdauer, die Handhabung bei der Operation, die Schmerzen, der Schmerzmittelverbrauch, die Anzahl von Komplikationen nach der OP und die Dauer des Krankenhausaufenthaltes. Das Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass beide OP-Verfahren mit gleich hoher Sicherheit durchgeführt werden können. Die Patientinnen, bei denen die Gallenblase über einen transvaginalen Zugang entfernt wurde, hatten nach dem Eingriff deutlich weniger Schmerzen, obwohl sie weniger Schmerzmittel erhielten, waren mit dem ästhetischen Ergebnis zufriedener und zeigten eine höhere Lebensqualität nach dem Eingriff. 

„Priv. Doz. Dr. Bulian ist ein hervorragender Chirurg, der von Patienten und Kollegen gleichermaßen geschätzt wird, “ kommentiert Prof. Dr. Horst Kierdorf, Klinischer Direktor der Kliniken Köln, die Nachricht von der Preisverleihung. „Dass nun auch seine wissenschaftliche Arbeit mit dem wichtigen Preis ausgezeichnet wird, freut mich sehr.“

„Nicht alles, was technisch machbar ist, ist für Patientinnen und Patienten sinnvoll“, sagt Priv. Doz. Dr. Dirk Bulian. „Daher war es mir wichtig zu analysieren, ob die NOTES-Operationen tatsächlich einen Fortschritt darstellen“. Bulian war einer der ersten deutschen Chirurgen, der NOTES-Operationen anbot. Zunächst entfernte er Gallenblasen über einen vaginalen Zugang. Nachdem diese Operationen zur großen Zufriedenheit seiner Patientinnen verliefen, nahm er auch andere Eingriffe wie Blinddarmentfernung und Operationen am Darm über natürliche Körperöffnungen vor.

Aufgrund der inhaltlichen Relevanz wurde die Arbeit von Priv. Doz. Dr. Bulian im vergangenen Jahr auch zur Veröffentlichung in der angesehenen Fachzeitschrift „Annals of Surgery“ angenommen.

-mf-

Seite zuletzt aktualisiert am 06.11.2017