Kliniken der Stadt Köln gGmbH
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Corona - Antikörpertherapie

 
Eine gemeinsame Initiative des Gesundheitsamtes der Stadt Köln und der Kliniken Köln

3D-Darstellung von Antik├Ârpern und Immunglobulinen, die Viren angreifen.

Was ist die "Corona Antikörpertherapie"?

Spezifische Corona-Antikörper werden vom Immunsystem nach Kontakt mit SARS-CoV-2 gebildet, um die Covid-Infektion zu bekämpfen. Die Covid-Antikörper neutralisieren das Virus durch die Bindung an das Spikeprotein und verhindern das Eindringen der Viren in die Zellen und deren Vermehrung in der Zelle. So wird eine Erhöhung der Viruskonzentration verhindert und die Wahrscheinlichkeit für eine schwere Covid-Infektion deutlich verringert.

Eine aktive Impfung gegen SARS-CoV-2 schult das Immunsystem bereits vor einer Corona-Infektion, so dass das Immunsystem nach der Impfung selbst Antikörper produziert und so schneller auf einen Kontakt mit dem Corona-Virus reagieren kann. Für den Fall, dass ein Impfschutz nicht besteht oder nicht mehr ausreichen könnte, steht nun auch eine passive Immunisierung gegen Coronaviren zur Verfügung.
Der aktuell verwendete monoklonale Antikörper von GlaxoSmithKline mit dem Handelsnamen Xevudy® enthält einen künstlich hergestellten Antikörper (Sotrovimab), der ähnlich wirkt wie vom körpereigenen Immunsystem produzierte Antikörper.

Bekannt geworden ist die monoklonale Antikörper-Therapie durch Donald Trump, der im Rahmen seiner Corona-Infektion einen Antikörper-Cocktail erhalten hatte- damals noch als „individuellen Heilversuch“ ohne offizielle Zulassung. Inzwischen wurden viele Menschen erfolgreich mit monoklonalen Antikörpern gegen das Corona-Virus behandelt.

Da zwischenzeitlich neue Mutationen des Corona-Virus aufgetreten sind und das bislang wirksame Antikörperpräparat keine neutralisierende Wirkung auf die Omikron-Variante des Coronavirus hat, wurde vom Bundes-Gesundheitsministerium ein neues wirksames Antikörperpräparat angeschafft.

Das Präparat wird bereits seit Mai 2021 erfolgreich in den USA angewendet und wurde im Dezember 2021 von der Europäischen Arzneimittel-Agentur zugelassen. Verschiedene Studien zeigen bei rechtzeitiger Anwendung einen deutlichen Überlebensvorteil für SARS-CoV-2- Infizierte.
Nebenwirkungen wurden bislang nur sehr selten beobachtet. Sehr selten kann eine allergische Reaktion auf die Antikörper auftreten.

Wer kommt für die Antikörpertherapie in Frage?

Die Antikörper sollten möglichst früh nach Feststellung einer Corona-Infektion durch einen positiven Schnell- oder PCR-Test verabreicht werden. Die Therapie kann schon vor Auftreten von Symptomen oder bis maximal 7 Tage nach Auftreten von Symptomen der Infektion (wie Fieber, Husten, Schnupfen, Geschmacks-/Geruchsverlust, Luftnot, Gliederschmerzen) erfolgen. Wenn zudem das Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf durch Alter und Vorerkrankungen erhöht ist, ist eine passive Immunisierung sinnvoll.

Mögliche Risikofaktoren für einen schweren Verlauf

  • Fehlender Impfschutz in Kombination mit Alter, chronischen Vorerkrankungen an Herz, Lunge, Leber, Nieren
  • Krebserkrankungen
  • Schwächung des Immunsystems durch anhaltende Behandlung mit Medikamenten wie Immunsuppressiva (auch Cortison), Chemotherapeutika
  • chronische Infektionserkrankungen wie HIV

Kontakt:

Für weitere Informationen melden Sie sich gerne entweder per Telefon unter 0221/890718187 oder füllen Sie dieses Formular aus und schicken uns es per E-Mail an covid-antikoerper@kliniken-koeln.de

Die Behandlungsräume befinden sich im Krankenhaus Merheim, Haus 32C , Ostmerheimer Str. 200, 51109 Köln.

Anreise zum Krankenhaus Merheim