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Qualität und Sicherheit

Wie in der Luftfahrt haben Qualität und Sicherheit höchste Priorität in der Medizin.

Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie

Alterstraumazentrum Köln (ATZ)

Die demographische Entwicklung und die bisher schlechte Prognose der Patienten mit „Altersfrakturen“ erfordern eine differenzierte Herangehensweise in neuen Versorgungsstrukturen.


Im Wissen um die Zusammenhänge einer frühzeitigen operativen Versorgung, frühzeitig einsetzender, multidisziplinärer geriatrischer Frührehabilitation und der Wiedererlangung von Mobilität und sozialer Reintegration müssen die Kompetenzen unfallchirurgischer und geriatrischer Akutversorgung gebündelt und interdisziplinär zusammengeführt werden. Aufgrund des wachsenden Bedarfes und der komplexen Bedürfnisse älterer Frakturpatienten gibt seit einiger Zeit sogenannte AltersTraumaZentren.
Hier werden ältere Patienten in Folge von Unfällen sowie akuten altersassoziierten Begleiterkrankungen fächerübergreifend versorgt. Dadurch steigt die Behandlungsqualität, und betagte Patienten erreichen besser und früher wieder ihr – möglichst – privates Lebensumfeld.

Die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie der Kliniken der Stadt Köln in Merheim (Chefarzt Prof. Dr. B. Bouillon) und die Klinik für Akutgeriatrie und Frührehabilitation am Evangelischen Krankenhaus in Kalk (EVKK) (Chefarzt Dr. H. L. Unger) sind seit Juni 2015 sowohl nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) als auch nach denen des Bundesverbandes Geriatrie (BVG) gemeinsam als AltersTraumaZentrum Köln (ATZ) zertifiziert.

medicine+health

Die gemeinsame und umfassende Behandlung beginnt bereits in der Zentralen Notaufnahme im Krankenhaus Merheim.
Bei allen Patienten, die älter als 70 Jahre sind, wird zusätzlich zu den routinemäßig erfassten Begleiterkrankungen ein spezieller Alters-Risiko-Score erstellt, sowie eine erweiterte Labordiagnostik durchgeführt. Bestehen altersmedizinische Besonderheiten, erfolgt neben der altersgerechten Versorgung der Verletzung zusätzlich eine Untersuchung und Mitbetreuung durch einen Spezialisten für Altersmedizin (Geriater) aus dem EVKK. Dieser achtet vor allem auf Mobilitätseinschränkungen und Sturzgefahr sowie auf erste Anzeichen von Demenz oder Depression. Gerade bei älteren Menschen treten durch den Umgebungswechsel, die akute Verletzung und die Operation immer wieder Verwirrtheitszustände auf, welche gemeinsam schnell und adäquat behandelt werden. Weiter im Fokus der regelmäßigen Visite durch die Geriater des EVKK stehen die Ernährungssituation sowie mögliche Wechselwirkungen eingenommener Medikamente. Die Therapie von relevanten Begleiterkrankungen erfolgt nach festgelegten Behandlungspfaden. Ebenso berücksichtigt die postoperative Schmerztherapie die besonderen alters- und krankheitsbedingten Veränderungen der Patientinnen und Patienten.

Durch das Einbinden eines Geriaters in das Team der Unfallchirurgie kann eine Behandlung erfolgen, die sich unmittelbar an den Bedürfnissen des älteren Menschen orientiert. Die Patientinnen und Patienten werden im Bedarfsfall anschließend zur geriatrische Frührehabilitation in das EVKK verlegt, wo sie von einem Unfallchirurgen des Merheimer Klinikums regelmäßig weiterhin begleitet werden. Die Fachärzte beider Kliniken behandeln also gemeinsam an beiden Krankenhäusern ältere Patienten nach Unfällen.

Die Patientinnen und Patienten werden so während ihres Krankenhausaufenthaltes sowohl in Merheim als auch in Kalk kontinuierlich von beiden Fachdisziplinen betreut und profitieren von dieser kontinuierlichen, individuellen und fächerübergreifenden Behandlung. Es erfolgt eine optimale chirurgische Versorgung bei gleichzeitiger geriatrischer, internistischer und neurologischer Behandlung. Operative Versorgung, geriatrische Behandlung und Frührehabilitation gehen so fließend in einander über. Dementsprechend beginnt die Mobilisation direkt nach der Operation, so dass die häufig durch eine längerfristige Immobilität auftretenden Komplikationen, wie beispielweise eine Lungenentzündung oder Lungenembolie reduziert werden.


Diese neuartige und besondere Bündelung der Fachkompetenzen beider Kliniken hilft unseren gemeinsamen Patienten ihre Lebensqualität zurück zu gewinnen und stellt die Basis für die Entlassung ins bisherige häusliche Umfeld dar.

Unser Kooperationspartner

EVK Köln
Seite zuletzt aktualisiert am 6/28/2018