Am Ende des Zweiten Weltkrieges war ein großer Teil der städtischen Krankenhäuser Kölns zerstört. Daher wurden Bereiche der zerstörten Kliniken, z. B. des Bürgerhospitals, in nicht zerstörte bzw. nicht von den Siegermächten beschlagnahmte Gebäude des ehemaligen Fliegerhorstes Ostheim ausgelagert. Aus diesem Provisorium ist das heutige Großklinikum Merheim entstanden. Im Rahmen der Umstrukturierung und Reorganisation der städtischen Krankenhäuser wurde in einem Teil des heutigen Gebäudes 33 das Institut für Pathologie eingerichtet.
Am 01. November 1947 hat das Institut für Pathologie der Kliniken der Stadt Köln, angesiedelt im Krankenhaus Merheim, offiziell seinen Betrieb aufgenommen. Dabei handelte es sich also nicht um eine Neugründung, vielmehr steht das Institut in der Tradition der Prosekturen der städtischen Krankenhäuser Kölns, vergleichbar dem Institut für Pathologie der - ehemals städtischen - Universität zu Köln. Erster Leiter war der ehemalige Direktor des durch Bomben des Luftkrieges zerstörten Instituts für Pathologie beim Krankenhaus Köln-Mülheim, Priv.-Doz. Dr. Anton Frank. Seit 01.07.1996 leitet Priv.-Doz. Dr. Michael Brockmann das Institut für Pathologie.
Priv.-Doz. Dr. Anton Frank (01.11.1947 - 1948)
1883 Geburt in Andernach / Rheinland
1908 Ärztliche Prüfung in Rostock
1909 Dissertation in Rostock zur Lehre von den Schädelsarkomen
1909 - 1913 Ärztliche Tätigkeit an der Charité Berlin und in Göttingen
1913 - 1934 Prosektor am Augustahospital Köln
1919 Habilitationsarbeit über die Frage der Genese des Amyloid
1934 - 1944 Direktor des Pathologischen Instituts beim Krankenhaus Köln-Mülheim
1947 - 1948 Direktor des Instituts für Pathologie, Köln-Merheim
1948 †
Prof. Dr. Hermann Guillery (12.1948 - 11.1961)
1898 Geburt in Köln
1923 - 1926 Ärztliche Tätigkeit am Institut für Pathologie der Charité Berlin unter O.
Lubarsch
1926 - 1931 Ärztliche Tätigkeit in Greifswald
1928 Habilitation in Greifswald mit einer Arbeit über "Die Bedingungen des Wachstums in der
Gewebekultur".
1931 - 1948 Tätigkeit im Institut für Pathologie der Universität zu Köln
12.48 - 11.61 Leiter des Instituts für Pathologie des Krankenhauses Merheim
06.11.1961 †
Prof. Dr. Alois Goebel (01.01.1962 - 29.02.1976)
1911 Geburt in Finnentrop / Westfalen
1930 Reifeprüfung am Humanistischen Gymnasium Attendorn
1935 Staatsexamen in Köln
1935-36 Medizinalpraktikant am Pathologischen Institut der Universität zu Köln
12.2.1936 Dissertation über "Chemische Blutveränderungen bei Behandlung von
Kaninchen mit Leber- und Nierenabbaustoffen"
1937 - 39 Wissenschaftlicher Assistent am Physiologisch-chemischen Institut der Universität
zu Köln
1939- 1961 Wissenschaftlicher Assistent, dann Oberarzt am Institut für Pathologie der
Universität zu Köln
1948 Habilitation mit einer Arbeit über "Histochemische Untersuchungen von Fetten und
Lipoiden"
01.01.1961 Leiter des Instituts für Pathologie des Krankenhauses Merheim
01.03.1976 Ausscheiden aus dem Institut für Pathologie des Krankenhauses Merheim wegen
Erreichen der Altersgrenze.
Aufbau eines privaten Instituts in Bergisch Gladbach
29.12.1978 †
Prof. Dr. Manfred Blessing (1976 - 1995)
Priv.-Doz. Dr. Michael Brockmann (seit 01.07.1996)
1955 Geburt in Paderborn / Westfalen
1973 Abitur im mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig eines neusprachlichen Gymnasiums in
Paderborn
1975 - 1981 Studium an der Universität Münster
1982 - 1985 Assistenzarzt im Institut für Pathologie des Klinikums Minden
1985 - 1996 Assistenzarzt, dann Oberarzt und schließlich leitender Oberarzt des Instituts für
Pathologie der Berufsgenossenschaftlichen Kliniken "Bergmannsheil", Universitätsklinik, Bochum
1986 Dissertation an der Ruhr-Universität Bochum mit einer Arbeit über "Immunzytochemische
Aspekte bei der Klassifikation bösartiger Lungentumoren"
1990 Habilitation an der Ruhr-Universität Bochum mit der Arbeit "Malignes diffuses
Pleuramesotheliom. - Heterogenität, Differentialdiagnose und Histogenese -
01.07.1996 Chefarzt des Instituts für Pathologie, Kliniken der Stadt Köln, Krankenhaus
Merheim
