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Pneumonien und Präventionsmaßnahmen - 2. Kölner Krankenhaus-Hygiene-Tag am 12.10.2011

Auf großes Interesse stieß der 2. Hygienetag Köln zum Thema „Pneumonien und Präventionsmaßnahmen“ am 12. Oktober 2011 im Krankenhaus Köln-Merheim. Die Organisatorin der Veranstaltung, Frau PD Dr. Frauke Mattner, Chefärztin des Instituts für Hygiene der Kliniken der Stadt Köln, konnte rd. 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen.

Renommierte Experten aus der gesamten Bundesrepublik konnten als Referenten für den Zweiten Kölner Hygienetag gewonnen werden. Themenschwerpunkte der Veranstaltung waren die Vorbeugung, Diagnostik und Behandlung von im Krankenhaus erworbenen (=nosokomialen) Infektionen am Beispiel der Lungenentzündung, ein Rückblick auf das EHEC – Management in verschiedenen Krankenhäusern sowie die Bildung von regionalen Netzwerken, um gemeinsam multiresistente Keime im Gesundheitswesen einzudämmen.
Ausgewählte Vorträge des 2. Krankenhaus-Hygiene-Tags Köln:
1. Epidemiologie der nosokomialen Pneumonie, Mattner F
2. Diagnostik der CAP und VAP, Seifert H
3. Kosten der Pneumonie mit sensiblen und resistenten Erregern, Ott E
4. Ist Zero bei VAP möglich, Schulze-Röbecke R
5. Hygienegesetz, Mattner F 
6. Alte RKI-Empfehlung - neue Studie: Was gilt?, Wendt C
7. Wie häufig sind respiratorische Infekte beim Personal und was wird auf den Patienten übertragen?, Wenchel, HM



 


Schnelle Diagnostik bei EHEC und anderen Durchfallerkrankungen ermöglicht rasche Therapie

Juni 2011 - Kliniken der Stadt Köln gGmbH setzen neu entwickeltes Testverfahren ein, um EHEC-Infektionen sicher und zügig festzustellen, andere Keime aber nicht zu übersehen

Die Kliniken der Stadt Köln gGmbH setzen als erstes Krankenhaus ein von der amerikanischen Firma Luminex neu entwickeltes Testverfahren mit Namen xTAG Gastrointestinal Pathogen Panel (GPP) ein, das innerhalb von 5 Stunden rd. 95% der Durchfall verursachenden Krankheitskeime identifiziert. Großer Vorteil des Verfahrens ist, dass vierzehn Krank-heitsursachen wie EHEC, Clostridium difficile, Noroviren oder Salmonellen rasch und eindeutig als Screening identifiziert werden können und eine initiale adäquate Behandlung zügig eingeleitet werden kann. Der neue EHEC-Ausbruchsstamm wird genauso wie ältere EHEC Stämme erfasst. Gerade bei der derzeit in Deutschland aufgetauchten EHEC-Variante hoffen die Ärzte darauf, durch eine unverzügliche Behandlung schwere Komplikationen reduzieren zu können.

„Dieser Stuhltest gibt uns erstmals die Möglichkeit, gleichzeitig und schnell aus einem großen Spektrum möglicher Krankheitserregern denjenigen zu identifizieren, der die aktuelle Durchfallerkrankung auslöst“, erläutert Priv. Doz. Dr. Frauke Mattner, Chefärztin des Instituts für Hygiene der Kliniken der Stadt Köln gGmbH. „Bisher waren dazu verschiedene Untersuchungsverfahren nötig. Der neue Test gibt uns rasch Gewissheit, welcher Keim die Erkrankung ausgelöst hat, so dass die erkrankte Person schnell und zielgerichtet behandelt werden kann“. Die meisten Patientinnen und Patienten, die derzeit bei den Kliniken der Stadt Köln gGmbH wegen einer Durchfallerkrankung stationär behandelt werden müssen, sind nicht durch EHEC, sondern andere Keime erkrankt. Es ist sinnvoll, diesen Test bei schwerkranken hospitalisierten Patienten mit blutigen Durchfällen einzusetzen, wo ein schnelles therapeutisches Eingreifen erforderlich ist.

Die Einführung des neuen Stuhltests bei den Kliniken der Stadt Köln gGmbH wurde durch Frau PD Dr. Frauke Mattner und Herr PD Dr. Oliver Schildgen (Institut für Pathologie) gemeinsam initiiert und begleitet.

Die Luminex Corporation informiert in einer Presseinformation über das neue Verfahren.




 

Seite zuletzt geändert am 09.11.11

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Sekretariat:
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Mail: AmkreutzI@kliniken-koeln.de

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