Verengungen im Bereich des kindlichen Kehlkopfs, so
genannte subglottische Stenosen, sind Erkrankungen, die häufig eine Krupp-Symptomatik mit Husten
und Atemnot vortäuschen. Allerdings dürfen beide Erkrankungen nicht verwechselt werden, da diese
einer sehr unterschiedlichen Therapie bedürfen. Die Diagnosestellung kann nur mittels einer
Spiegelung des Kehlkopfes oder so genannten
Endoskopie erfolgen.
Diese eröffnet neben der Diagnosestellung gleichzeitig eine sofortige Therapieoption, wie z.B. das
gezielte Einbringen von Medikamenten erkrankter Bereiche.
Eine eingeschränkte Beweglichkeit der Stimmbänder (Stimmbandparese, Recurrensparese) führt zu
einer Behinderung der Atmung, welche sich in Stridor (lautes Atemgeräusch), manchmal auch in
Atemnot äußert. Die Diagnose kann häufig nur in Vollnarkose im Rahmen einer Endoskopie gestellt
werden. In einigen Fällen ist hier manchmal leider eine vorübergehende Tracheotomie
(Luftröhrenschnitt) unausweichlich, welche durch unsere HNO-Ärzte durchgeführt wird.
Mit zunehmendem Kindesalter bessert sich die Symptomatik oft spontan, manchmal muss auch eine
operative Therapie erfolgen. Die Kinder werden daher in regelmäßigen Abständen endoskopiert, um den
bestmöglichen Verlauf der Erkrankung sicherzustellen.
Ein unvollständiger Verschluss der Hinterwand des Kehlkopfes (Kehlkopfspalte) kann lange Zeit
unentdeckt bleiben. Häufig fallen die Kinder durch „Verschlucken“ (zum Beispiel Husten beim
Trinken) oder vermehrte Infektionen der Lunge auf. Die Diagnose wird mit Hilfe einer speziellen
Endoskopietechnik gestellt; die Therapie erfolgt durch einen operativen Verschluss der
Kehlkopfhinterwand. Um die optimale Heilung im Operationsgebiet sicherzustellen, wird in der Regel
eine Magensonde angelegt und eine Tracheotomie durchgeführt, da jedwede Irritation des
Operationsfeldes vermieden werden muss. In der überwiegenden Zahl der Fälle erfolgt die Entfernung
von Ernährungssonde und Trachealkanüle bereits kurze Zeit nach Abheilen der Operationswunden.
Das Tracheostoma ist für viele Kinder mit Kehlkopferkrankungen vorübergehend die einzige
Möglichkeit, ein Leben außerhalb einer Intensivstation zu führen. Vielen dieser Kinder ermöglicht
die Tracheotomie eine relativ normale Entwicklung, allerdings ist die Nahrungsaufnahme erschwert,
das Riechen und die Stimmentwicklung sind aufgrund des unphysiologischen Luftstroms kaum möglich.
Diese Probleme werden in unserer Abteilung frühestmöglich therapiert, das heißt auch im Früh- und
Neugeborenenalter, um eine möglichst ungestörte Entwicklung zu erreichen.
Terminvereinbarungen zur Beratung sowie zur Diagnostik können über das Sekretariat der
Abteilung für Kinderanästhesie vorgenommen werden.
Ihr Team der Kinderanästhesie
