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Krankenhaus Merheim
Medizinische Physik

Die Medizinische Physik betreut die physikalischen Aspekte der Anwendung ionisierender Strahlung und Bildgebung in der Medizin. Dies umfasst im wesentlichen die radiologische und nuklearmedizinische Diagnostik und Therapie sowie den Strahlenschutz von Patienten und Mitarbeitern. Daraus ergeben sich folgende Arbeitsbereiche:

Qualitätssicherung, Bestrahlungsplanung und Dosimetrie in der Strahlentherapie
Eine Hauptaufgabe der Medizinischen Physik ist die Betreuung der Strahlentherapie der Radiologischen Klinik. Folgende Aufgaben werden in diesem Bereich der Radiologischen Klinik in enger Zusammenarbeit mit den Strahlentherapeuten und MTRA wahrgenommen:


MX2

Qualitätssicherung, Bestrahlungsplanung und Bestrahlungsplanung in der Nuklearmedizin

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Betreuung der Isotopentherapiestation. Neben den strahlenschutztechnischen Aufgaben ist die Medizinische Physik auch der erste Ansprechpartner bei Problemen bezüglich der Spezialeinrichtung der Station in Zusammenhang mit der Abwasserbehandlungsanlage.


Strahlenschutz
Zum Schutz des Menschen und der Umwelt vor der schädlichen Einwirkung von ionisierender Strahlung regeln die „Strahlenschutzverordnung“ und die „Richtlinie Strahlenschutz in der Medizin“ Grundsätze und Anforderungen für Vorsorge- und Schutzmaßnahmen, die bei der Nutzung und Einwirkung radioaktiver Stoffe und ionisierender Strahlung Anwendung finden. Eine wichtige Aufgabe der Medizinischen Physik ist es, die Einhaltung der Verordnungen und Regelungen im Bereich der Radiologischen Klinik zu gewährleisten. Ob bei Patient, Personal oder der Umwelt ist es in allen Bereichen des Hauses die Aufgabe, gemäß dem im Strahlenschutz entwickelten ALARA-Prinzip (engl.: „as low as reasonably achievable“), die Strahlenexposition so niedrig zu halten, wie dies auf vernünftige Weise zu erreichen ist. Dementsprechend werden unter anderen folgenden Aufgaben von den Mitarbeitern der Medizinischen Physik wahrgenommen:

Konstanzprüfung/Qualitätssicherung in der Diagnostischen Radiologie
Die Medizinische Physik betreut betriebsteilübergreifend sämtliche Röntgeneinrichtungen der Kliniken der Stadt Köln bezüglich der Konstanzprüfung und Qualitätssicherung. Darüber hinaus ist sie Ansprechpartner in allen strahlenschutztechnischen Belangen.

(Bild: Konstanzprüfung an einer Angiographie-Röntgeneinrichtung)


Abwasserbehandlungsanlage (ABA)
Das Gebäude 29B der Radiologischen Klinik in Köln-Merheim wurde im Jahr 2000 und 2001 komplett saniert. Im Rahmen dieser Baumaßnahme wurde auch die vorhandene Abwasserabklinganlage durch eine neue Abwasserbehandlungsanlage ersetzt.
Für die Isotopenstation und die Nuklearmedizin wurde die Erstellung einer neuen Abklinganlage für radioaktiv kontaminiertes Abwasser geplant, die das physikalische Abklingen der einzelnen Nuklide im Abwasser unter die gemäß der aktuellen Strahlenschutzverordnung geltenden Ableitungsgrenzwerte der einzelnen Nuklide erreicht. Darüber hinaus funktionieren die Abklingbehälter gleichzeitig als eine biologische Kläranlage. Die Anlage verfügt über eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) und kann im Automatikbetrieb und im Handbetrieb (z.B. zu Wartungszwecken) betrieben werden.

ABA-Halle

 


Seite zuletzt geändert am 21.07.08

Informationen:

Chefarzt:
Privatdozent Dr. med. Axel Goßmann

Sekretariat:
Frau Dick
Tel.: 02 21 / 89 07 – 32 85, -32 58
Fax: 02 21 / 89 07 – 32 48

Radiologische Klinik Merheim
Kliniken der Stadt Köln gGmbH
Ostmerheimer Str. 200
51109 Köln