Der Bereich für diagnostische und interventionelle
Radiologie der Radiologischen Klinik im Krankenhaus Köln-Merheim versorgt neben den stationären
Patientinnen und Patienten des Krankenhauses Merheim auch die Patientinnen und Patienten der
benachbarten neurologisch-neurochirurgischen Rehabilitationsklinik RehaNova sowie partiell der
Rheinischen Landesklinik für Psychiatrie. Darüber hinaus werden für die Patientinnen und Patienten
des Kinderkrankenhauses Amsterdamer Straße und des Krankenhauses Holweide sämtliche
Kernspintomographien, zum Teil auch Computertomographien durchgeführt.
Durch die Anwesenheit einer radiologischen Assistenzärztin / eines Arztes sowie zweier
Röntgenassistentinnen im Bereitschaftsdienst rund um die Uhr wird eine optimale diagnostische
Versorgung gewährleistet.
Unser Leistungsspektrum umfaßt:
- Konventionelle Röntgendiagnostik
- Skelettaufnahmen einschließlich Spezialaufnahmen und Vermessungsaufnahmen der Beine
- Thoraxaufnahmen
- Untersuchungen des Magen-Darm-Trakts einschließlich Videoaufzeichnungen des Schluckaktes
- Sonographien aller Organe, intraoperative Sonographien und sonographisch gesteuerte Punktionen
- Angiographien und Phlebographien mit Ballondilatation von Gefäßverschlüssen und Stent-Einlagen, Chemo-Embolisationen von Tumoren und Darstellung, ggf. Dilatation, von Dialyse-Shunts
- Computertomographien sämtlicher Körperregionen einschließlich Messung der Knochendichte, CT-gesteuerte Punktionen zur Gewinnung vom Material für die zytologische und histologische Untersuchung
- Radiofrequenzablation (d. h. Vernichtung durch Überhitzung) von Tumoren
- Mammographien mit präoperativer Lokalisation verdächtiger Herdbefunde
- Spezialaufnahmen des Ober- und Unterkiefers
- Kernspintomographien aller Organe einschließlich MR-Angiographien und präoperativer Neuronavigation
Es finden interdisziplinäre Konferenzen mit folgenden Kliniken statt:
- Neurochirurgie
- Chirurgie
- Neurologie
- Innere Medizin
- Neurologische-neurochirurgische Rehabilitationsklinik RehaNova
- Tumorkonferenz
- Kardiologie
- Angiologie
- Konferenzen in den Brustzentren Porz und Holweide
- Täglich abteilungsinterne Fortbildungen
Konventionelle Röntgendiagnostik
Die Klinik bietet sämtliche Verfahren der sogenannten konventionellen Röntgendiagnostik an,
z. B. Röntgenübersichtsaufnahmen der Lunge und des Skelettsystems einschließlich Funktionsaufnahmen
und Spezialuntersuchungen zur Darstellung der Speiseröhre, des Magens und des Darms sowie des
Venensystems, der ableitenden Harnwege, der Brust (Mammographie) und der Zähne. Sämtliche
Untersuchungen werden mit modernen, strahlendosis-sparenden digitalen Röntgengeräten
durchgeführt.
Ultraschall (Sonographie)
Mit Hilfe der Sonographie können zahlreiche innere Organs einfach und nebenwirkungsfrei
beurteilt werden. Neben den diagnostischen Ultraschalluntersuchungen des Bauchraums, des
Rippenfells, des Halses und der Schilddrüsen werden auch ultraschallgesteuerte Organpunktionen zur
Gewebsentnahme durchgeführt.
Angiographie (Gefäßdarstellung und Therapie)
Die Angiographie ist ein radiologisches Verfahren zur Darstellung von Blutgefäßen. Hierzu
wird, meist in der Leiste, nach örtlicher Betäubung ein Blutgefäß mit einer dünnen Nadel punktiert
und anschließend ein Kunststoffschlauch in das Blutgefäßsystem eingebracht. Nach Gabe von
Kontrastmittel über diesen Katheter werden Röntgenaufnahmen der entsprechenden Körperregion
angefertigt, die computergestützt auf einem Monitor dargestellt und von einem Laserdrucker
ausgedruckt werden.
An der modernen Angiographieanlage findet die Untersuchung der Gefäße sämtlicher
Körperregionen statt.

Zusätzlich zur Diagnostik können von Spezialisten auch therapeutische Eingriffe in örtlicher
Betäubung durchgeführt werden. Dazu gehören Gefäßaufweitungen (Dilatationen), die
Gerinnselauflösung mit Gerinnselabsaugung (Lyse, Aspiration), das Einbringen von Gefäßprothesen
(Stents) sowie Embolisationen (künstlicher Verschluß) von Tumoren.
Computertomographie
Die Computertomographie ist eine diagnostische Methode, bei der in kurzer Zeit mit Hilfe von
Röntgenstrahlen sämtliche Körperregionen schichtweise und überlagerungsfrei dargestellt werden.
Während der Untersuchung befindet sich die Patientin / der Patient auf einer Liege, die langsam
durch eine ringförmige Öffnung im CT-Gerät geschoben wird. Je nach Fragestellung wird vor oder
während der Untersuchung Kontrastmittel appliziert.
Mit modernen Computer-Tomographie-Geräten können in kurzer Zeit sehr viele hochauflösende Querschnittbilder erstellt werden. Diese Bilder werden mit Hilfe einer kreisförmig um die Patientin bzw. den Patienten rotierende Röntgenröhre erzeugt. Diese erfassen die unterschiedlichen Dichtwerte im Untersuchungsfeld. Hieraus berechnen Computer Schnittbilder, welche die untersuchte Körperregion sehr genau darstellen. Aus den Querschnittbildern können dreidimensionale Rekonstruktionsbilder berechnet werden, die eine plastische Darstellung z.B. von Skelettabschnitten oder Blutgefäßen ermöglichen.
Im Krankenhaus Merheim wird steht ein hochmoderner 64-Zeilen-Computertomograph (CT) eingesetzt. Das Gerät ist das Top-Modell der Computertomographie. Mit jeder Umdrehung des Gehäuses nimmt das neue System 64 Schichten des Körpers in einer Dicke von je 0,4 Millimetern auf. Innerhalb weniger Sekunden können z.B. bewegte Organe wie das Herz gestochen scharf und detailgetreu dargestellt werden. Selbst kleinste Blutgefäße an den Organen oder winzige Darmpolypen sind in bester Qualität zu erkennen.
Wegen einer signifikant schnelleren und besseren Diagnostik bedeutet das neue Gerät einen gewaltigen Fortschritt für Patientinnen und Patienten sowie die untersuchende Person. Die Dauer der Untersuchung wird zudem deutlich verkürzt.
Der neue 64-Zeilen-CT ergänzt das bisher vorhandene 6-Zeilen-Gerät, das künftig in der Notaufnahme des Krankenhauses Merheim eingesetzt wird. Das Krankenhaus Holweide verfügt ebenfalls einen modernen 6-Zeilen-CT. Die drei CT werden untereinander so vernetzt, dass man von jedem Standort aus Zugriff auf die Untersuchungsergebnisse der anderen Geräte hat. Die Kliniken der Stadt Köln gGmbH verfügen damit bundesweit über eine der modernsten CT-Ausstattungen.
Die Computertomographie wird u. a. bei der Untersuchung folgender Körperregionen verwendet:
- Kopf: Hirnblutungen, Hirninfarkte, Schädelfrakturen
- Lunge: Tumorerkrankungen, Entzündungen
- Bauchraum: Tumoren, Erkrankungen der Bauchorgane, Gefäßerkrankungen, Verletzungsfolgen
Was ist Kernspintomographie?
Die Kernspintomographie oder Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) ist ein modernes bildgebendes
Verfahren, welches es erlaubt, bestimmte anatomische Strukturen detailgenau und in hervorragender
Qualität abzubilden. Ähnlich wie bei der Computertomographe entstehen Schnittbilder der
untersuchten Körperregion, die der Ärztin / dem Arzt wertvolle Informationen liefern.
Die MRT ist keine Röntgenuntersuchung. Ihre Untersuchungstechnik unterscheidet sich grundlegend sowohl von der konventionellen Röntgendiagnostik als auch von der Computertomographie.
Was kann die Kernspintomographie?
Die Kernspintomographie ist als Schnittbildverfahren insbesondere für die Darstellung von
Gehirn und Rückenmark, von Gelenken mit ihren Knorpel- und Bandstrukturen, von krankhaften
Prozessen des Knochenmarks sowie für die Abbildung von Muskulatur und sonstigem Weichteilgewebe
hervorragend geeignet. Die Darstellung von Blutgefäßen durch die MRT kann heute, in Abhängigkeit
von der zu untersuchenden Körperregion, die klassische Angiographie zum Teil ersetzen. Wegen der
fehlenden Strahlenbelastung steht die MRT in der Kinderheilkunde neben der Ultraschalluntersuchung
bei vielen Fragestellungen in der bildgebenden Diagnostik an erster Stelle.
Worauf ist bei der Kernspintomographie zu achten?
Auch die Kernspintomographie hat einige wenige Nachteile:
Das Herz der Kernspintomographie ist eine zu beiden Seiten hin geöffnete Röhre, in der die zu
untersuchende Person liegt. Bei Patientinnen und Patienten mit hochgradiger Platzangst können
leichte Beruhigungsmittel helfen. Über einen Alarmschalter, den die Patientin / der Patient während
der Untersuchung in der Hand hält, ist dieser jederzeit in der Lage, sich bemerkbar zu machen. Eine
Gegensprechanlage erlaubt jederzeit den Kontakt mit dem medizinischen Personal. Der von dem
Kernspintomographen verursachte Lärm wird durch Gehörschutz abgemildert.
Grundsätzlich sollten keine Metallgegenstände oder magnetisierbares Material in die Nähe des Tomographen gebracht werden. Dies bedeutet, dass alle entfernbaren Gegenstände wie Schmuck, Zahnersatz, Hörgeräte, Kleidungsstücke mit metallischen Bestandteilen, Schlüssel und Kleingeld, aber auch Karten mit Magnetstreifen zuvor abgelegt werden müssen.
Bei im Körper eingesetzten metallischen Materialien (z. B: Gefäßclip nach Operationen) muß im
Einzelfall durch die Ärztin / den Arzt entschieden werden, ob die Untersuchung durchgeführt werden
kann. Implantiertes Zahnmaterial ist in der Regel unproblematisch, ebenso wie künstlicher
Gelenkersatz oder Platten, Nägel und Schrauben nach operierten Knochenbrüchen.
Nach Herzklappenersatz, sog. Stents in den Herzkranzgefäßen oder nach neurochirurgischem
Eingriff mit im Kopf verbliebenem Gefäßclip kann die Kernspintomographie erst nach Bestätigung der
Unbedenklichkeit des Materials durchgeführt werden.
In der Schwangerschaft ist die Indikation, trotz bislang fehlendem Nachweis einer Schädigung
des ungeborenen Kindes durch die Methode, insbesondere in den ersten sechs Monaten sehr streng zu
stellen.
Patientinnen und Patienten mit Herzschrittmacher werden nicht untersucht.
In vielen Fällen kann die diagnostische Aussagekraft durch die intravenöse Gabe eines speziellen MRT-Kontrastmittels (Gadolinium-DTPA) verbessert werden. Insgesamt handelt es sich um eine sehr gut verträgliche Substanz mit sehr geringem Nebenwirkungspotential.
Über uns:
Der Kernspintomograph der Radiologischen Abteilung des Krankenhauses Merheim (Philips,
Gyroscan Intera T15, PT 6000) versorgt neben den Patientinnen und Patienten vor Ort auch die des
Krankenhauses Holweide, des Kinderkrankenhauses Amsterdamer Straße und der auf dem Klinikgelände
angesiedelten Rehabilitationsklinik RehaNova.
Die Untersuchbarkeit von Intensivpatientinnen und –patienten aller Fachrichtungen einerseits
sowie von Säuglingen und Frühgeborenen andererseits wird durch eine enge Kooperation mit der Klinik
für Anästhesie und die Installation von speziellen, MRT-geeigneten Anästhesiegeräten gewährleistet.
