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Krankenhaus Merheim
Thoraxchirurgie

Im Jahr 2010 wurden rd.  2.500 Eingriffe am Brustkorb in der Lungenklinik durchgeführt.
Mehr als 80% dieser Eingriffe dienen der diagnostischen und therapeutischen Behandlung von
Lungentumoren (Bronchialkarzinom, Lungenkrebs). 

Statistik der Eingriffe
2005
2006
2007
2008
2009
2010
Gesamt
1759
1883
2142
2242
2531
2483
Starre Bronchoskopie
73
88
130
144
223
392
EBUS
 
 
 
 
105
314
Mediastinoskopie
206
206
169
193
102
97
Tracheachirurgie
48
66
76
75
81
123
Videoassistierte Thorakosopische Chirurgie
291
263
293
377
319
345
VATS Segement- / Lobektomie
 
 
 
8
36
65
Segmentresektion
58
59
81
83
83
60
Lobektomie / Bilobektomie
160
188
175
219
173
170
Manschettenresektion*
58
52
68
68
53
60
Pneumonektomie
31
33
27
29
28
25
 
 
 
 
 
 
 
*parenchymerhaltende Chirurgie
 
 
 
 
 
 


Die Spiegelung des Mediastinums (Mediastinoskopie) ist notwendig zur Gewinnung von Lymphknotengewebe zur Einteilung der Patientinnen und Patienten mit Lungentumoren in Therapiestadien. Bei ca. 25% der Patienten ist eine Vorbehandlung (neoadjuvante Chemotherapie) notwendig, um eine Operation zu ermöglichen. Durch komplex geplante Operationen können Lungentumoren verschiedener Ausdehnung behandelt werden mit Erhaltung von Lungengewebe (Manschettenresektion) bis hin zur kompletten Entfernung eines Lungenflügels (Pneumonektomie). Ziel ist immer die komplette Entfernung des Tumors. Die Resektion von Lungenmetastasen ist ein anerkanntes Verfahren zur Entfernung von Tumorabsiedlungen in der Lunge. Dies ermöglicht ein verbessertes tumorfreies Langzeitüberleben. Mit einer schonenden Operationstechnik können diese Eingriffe auch mehrfach wiederholt werden.

Die videoassistierte Thoraxchirurgie (VATS), auch „Schüssellochtechnik“ genannt, ist eine Methode, mit der gutartige Rundherde der Lunge ohne großen Schnitt entfernt werden können. Über 2-3 kleine Hautschnitte wird eine Videokamera mit verschiedenen Instrumenten in den Brustkorb eingeführt. Die Methode hat sich auch sehr bewährt zur Diagnose von Lungengerüsterkrankungen (Lungenfibrose), zur Behandlung von Lungenkollaps (Pneumothorax), Entfernung von Tumoren im Mediastinum (Thymom), komplizierte eitrige Rippenfellentzündungen (Pleuraempyem) und der Korrektur einer Trichterbrust (Nuss-Technik). Für häufige Operationen im Bereich Thoraxchirurgie sind Clinical Pathways - Behandlungspfade - erstellt worden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Lungenklinik ist die Tracheachirurgie zur Behandlung von gutartigen Stenosen (Einengung der Luftröhre), die Instabilität der Trachea (Kollapse) sowie bösartigen Tumoren der Trachea.

Das Lungenemphysem (Überblähung der Lunge) kann zu einer schweren Atemnot führen. Zur Verbesserung dient die Lungenvolumenreduktion , eine Operation, die das kranke überblähte Lungengewebe entfernt durch eine minimal-invasive Technik. So wird die Atemmechanik der Patienten „normaler“ .

 

  







 

 



Seite zuletzt geändert am 17.10.11

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