Operation
Die Operation verläuft in mehreren Schritten.
Mit einem Trepan, das ist ein Rundmesser, wird die erkrankte Hornhaut ausgeschnitten. In die
entstandene runde Lücke wird die gesunde und klare Spenderhornhaut passend eingenäht. In den
meisten Fällen wird nur der zentrale Teil übertragen. Das passiert unter dem Mikroskop mit
entsprechender Vergrößerung. Eingenäht wird die Hornhaut mit sehr dünnem Nahtmaterial, welches die
Hornhaut festhält. Diese kann so in Ruhe einheilen. Nach der Operation wird ein Verband angelegt.
Die OP dauert ca. 1 Stunde.
Im Verlauf der Aufbewahrung werden mehrere Sterilitätsprüfungen durchgeführt, so dass keine
Infektionen zu erwarten sind. Wenn also eine relativ gesunde Ausgangssituation vorliegt und keine
außerordentlichen Probleme auftreten, ist die Komplikationsrate durch Infektionen oder Ähnliches
gering und liegt sicher unter drei Prozent. Wenn vorher keine Entzündung am Auge vorlag, das Auge
also reizfrei war, heilt die neue Hornhaut nach der Operation ohne Schmerzen ein.
Die Operation wird stationär durchgeführt, damit die entsprechende Nachsorge garantiert ist.
In der Regel beträgt der Kliniksaufenthalt 5-7 Tage, bei Heilungsstörungen etwas länger. Die
anschließende Nachsorge kann dann von einem niedergelassenen Augenarzt und der Klinik abwechselnd
übernommen werden.
In der Regel werden die Fäden im Zeitraum zwischen 1 Jahr bis 1 ½ Jahre gezogen. Da die
Hornhaut keine Gefäße enthält, können die nur Heilung notwendigen Substanzen nicht über den Blutweg
herantransportiert werden und somit dauert dieser Prozess entsprechend lang.
Für jeden Patienten mit einer erkrankten Hornhaut die mit Medikamenten nicht mehr zu behandeln
ist, ist eine Transplantation sinnvoll.
Bild vom Auge mit vernähter Hornhaut:
Seite zuletzt geändert am 15.06.10
