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Krankenhaus Merheim
Lehre und Ausbildung

Weiterbildung zum Facharzt für Anästhesiologie

Die Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin des Krankenhauses Köln- Merheim verfügt über die volle Weiterbildungsermächtigung , gemäss den Anforderungen der Landesärztekammer Düsseldorf. Das Ziel ist, jeden Arzt, der bei uns die Weiterbildung zum Facharzt absolviert, eine strukturierte theoretische und praktische Ausbildung zu vermitteln.

Neu eintretenden Assistenten wird zur Einarbeitung, Beratung und Unterstützung ein Mentor (FA der Abteilung) zugeteilt. Am Ende und während der Einarbeitungszeit von ca. 2 Monaten finden Gespräche zur Beurteilung, inwieweit die vorgegebenen Ziele und Inhalte der Einarbeitung erreicht wurden, statt.

Während der Weiterbildung rotieren die Weiterbildungsassistenten in die einzelnen Spezialbereiche des Fachgebietes. Die Rotations erfolgt alle 3 Monate. Die Rotationszuteilung auf die Intensivstation erfolgt, wenn möglich, nach dem 1. Weiterbildungsjahr. Der Block auf der Intensivstation wird über 12 Monate im Schichtdienst absolviert.

Alle Weiterbildungsassistenten nehmen am Bereitschaftsdienst teil. Der Bereitschaftsdienst ist in 3 Dienstgruppen unterteilt. Mitarbeiter, die am Anfang ihrer Weiterbildung sind, werden der 3. Dienstgruppe zugeteilt. Diejenigen Mitarbeiter, die die Rotation auf der Intensivstation durchlaufen haben, werden der 2. Dienstgruppe zugeteilt. Die 1. Dienstgruppe bleibt den erfahrenen Fachärzten der Abteilung vorbehalten, die den Bereitschaftsdienst organisieren in Zusammenarbeit mit dem diensthabenden Oberarzt der Abteilung.

Wöchentlich findet eine abteilungsinterne Fortbildung statt, die von den Mitarbeitern der Abteilung gestaltet wird. Darüber hinaus wird zweimal im Monat eine öffentliche Fortbildungsveranstaltung mit externen Referenten , die für die Mitarbeiter der Abteilung verpflichtend ist, angeboten.

Die Teilnahme an Forschungsprojekten ist erwünscht und wird nach Möglichkeit gefördert und unterstützt.

Anästhesie Simulation

Die Klinik für Anaesthesiologie und operative Intensivmedizin am Klinikum Merheim verfügt über einen modernen Notfall- und Anästhesie-Simulator (ECS – Emergeny Care Simulator) der Firma METI inc., Florida. Dieser wird an einem authentisch eingerichteten Narkose-Arbeitsplatz mit Beatmungsgerät, Monitor, Defibrillator etc. betrieben, kann aber auch an anderen Orten eingesetzt werden.
Kernstück des Simulators ist eine lebensgroße Patientenpuppe, die über ein System von Computern und Steuergeräten gleichsam zum Leben erweckt wird. Atmung, Herzschlag, Pulse, EKG und Lidreflex sind nur einige der zahlreichen Parameter, die das System bietet.

Insbesondere für die Studenten und jüngeren Assistenzärzte bietet sich am Simulator die Möglichkeit, ohne Risiko und in entspannter Atmosphäre Erfahrungen zu sammeln, um in der realen Notfallsituation im OP, auf der Station oder im Notarzt-Dienst schnell die richtigen Entscheidungen treffen und die erforderlichen Maßnahmen einleiten zu können. Dabei ist – neben den medizinischen Entscheidungen - besonders das Agieren im Team und das Management der materiellen und personellen Ressourcen ein wichtiger Trainingsinhalt. Auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Anästhesie-Pflege besteht die Möglichkeit, Handlungsabläufe zu trainieren und die Teamarbeit mit den ärztlichen Kollegen zu optimieren.


Simulator 1Anhand komplexer physiologischer Rechenmodelle reagiert der "virtuelle Patient" auf innere und äußere Einflüsse, z.B. medizinische Notfälle oder Wirkungen von Medikamenten so, wie auch ein realer Patient reagieren würde. Darüber hinaus können besondere Situationen, etwa Vorerkrakungen, Anästhesie-Komplikationen oder Notfälle realitätsnah simuliert werden.
Studenten und Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Anästhesiologie, aber auch erfahrenere Fachärzte haben hier die Möglichkeit, sowohl anästhesiologische Basis-Fertigkeiten zu erlernen, als auch komplexere medizinische Notfallsituationen gefahrlos durchzuspielen.

 

 


Simulator 2Im Gegensatz zur echten Notfallsituation sind am Simulator das Ausprobieren verschiedener Lösungswege und das Machen von Fehlern durchaus erwünscht. Die konstruktive "Manöverkritik" in der Lerngruppe steigert den Lernerfolg und die Motivation.     

 

 

Studenten an der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Für die Studenten der Uni Witten-Herdecke besteht die Möglichkeit den Kernblock operative Fächer I und II, sowie das praktische Jahr zu absolvieren. Famulanten andere Universitäten sind gern willkommen.

Die Kernblöcke werden nach den Vorgaben der Fakultät durchgeführt.

Der Tagesablauf der Studenten im Kernblock gestaltet sich wie folgt:

7:30 - 7:50
Teilnahme an der Frühbesprechung in der Bibliothek der Klinik
7:50 - 12:00
Praktikum im OP bzw. auf der Intensivstation
12:00 - 14:00
Mittagspause und Studienzeit
14:00 - 15:30
Blockunterricht im Fachgebiet
Der Unterricht wird von dem Ordinarius, den Oberärzten oder den Fachärzten der Abteilung gehalten.

PJ

Studenten im praktischen Jahr werden von einem Mentor unterstützt und sind in dem normalen Tagesablauf der Klinik integriert. Jeden Donerstag findet um 14:00 in der Bibliothek der Abteilung eine Fortbildungsveranstaltung für die PJ-Studenten statt, die u.a. auch von Studenten gestaltet wird. Der Freitag ist als Studientag vorgesehen. Während der Zeit erfolgt eine Rotation auf die operative Intensivstation. Darüber hinaus ist die Versorgung von Polytraumapatienten im interdiziplinär geführten Schockraum vorgesehen, wozu gegebenenfalls eine Teilnahme am Bereitschaftsdienst möglich ist.

Durch die tägliche Mitarbeit an Patienten soll der Student bis Ende des praktischen Jahres folgende Kenntnisse und Fertigkeiten erlangt haben:

    * Narkosespezifische Anamnese, körperliche Untersuchung, Patientenvorstellung
    * Legen von venösen Verweilkanülen, i.v. Injektionen, intraarterielle Blutdruckmessung, Interpretation einer BGA
    * Indikation, Kontraindikation,Wechselwirkung und Dosierung anästhesiologischer Medikamente
    * Beurteilung von präoperativen Röntgenaufnahmen und EKG-Aufzeichnungen.
    * Anästhesieeinleitung, Anästhesieführung und postoperative Betreuung bei ASA I/II Patienten
    * Freihalten der Atemwege, Maskenbeatmung, Intubation, maschinelle Beatmung
    * Polytraumaversorgung

PJ-Unterricht; Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Donnerstags 14:00 - 15:30
Ort: Haus 32, Ebene 1, Raum 1.34

Thema / Dozent:

Anästhesiekomplikationen / OA Hartmann
Atemwegsmanagement  / OA Hartmann
Bluttransfusion/Volumenmanagement / OA Trojan
Chronische Schmerzsyndrome / OA Dr. R. Joppich
Intravenöse Anästhesie / OA Hartmann
Kinderanästhesie /  Dr. J. Kaufmann
Monitoring / Prof. Wappler
Muskelrelaxanzien; Pharmakologie / OA Knüttgen
Opioide; Pharmakologie / OA Hartmann
Polytrauma/SHT / OA Knüttgen
Postoperative Schmerztherapie / OA Trojan
Prämedikationsvisite  / OA Hartmann
Pulmonale Störungen; Beatmung / Prof. Dr. S. Sakka
Regionalanästhesie; Lokalanästhestika; Pharmakologie / OA Hartmann
Schock; Kreislauftherapie / Ltd. OA PD Dr. Gerbershagen
Verbrennungstraum / OA Müller
Volatile Anästhetika; Pharmakologie / Prof. Wappler

Verantwortlicher Autor: OA Dr. B. Hartmann


Seite zuletzt geändert am 22.11.11

Klinik für Anaesthesiologie und operative Intensivmedizin

Lehrstuhl für Anästhesie II der Universität Witten/Herdecke

Chefarzt:
Prof. Dr. Frank Wappler

Sekretariat:
Frau Peters
Tel.: 0221 / 8907 - 3863
Fax: 0221 / 8907 - 3868 

E-Mail: anaesthesie@kliniken-koeln.de

Sprechstunde: Termine nach Vereinbarung