Wechseljahre des Mannes
Wechseljahre des Mannes
„Wenn man(n) in die besten Jahre kommt!“
Wechseljahre, die mit denen der Frau vergleichbar sind, gibt es beim Mann nicht. Natürlich
gibt es auch beim Mann altersbedingte körperliche Veränderungen. Um sich hiervon zu überzeugen,
reicht ein regelmäßiger Blick in den Spiegel.
Im Gegensatz zur Frau ist beim alternden Mann die Zeugungsfähigkeit nicht plötzlich beendet und es tritt nicht innerhalb kurzer Zeit eine umfassende hormonelle Veränderung auf. Beim gesunden Mann bleiben im Gegenteil Hormonproduktion und Samenproduktion zeitlebens erhalten, sie gehen nur langsam auf ein niedriges Niveau zurück.
Wie sich die Hormone verändern (Testosteron)
Auch bei einem jungen erwachsenen Mann schwankt der Testosteronspiegel im Verlaufe eines
Tages. Abends sind die Werte am niedrigsten, morgens am höchsten. Bei Männern über 40 Jahre sinken
zunächst nur die Testosteron-Spitzenwerte in den Morgenstunden. Mit zunehmendem Alter sinkt vor
allem der Anteil des freien Testosterons langsam ab. 70-jährige Männer haben nur zwei Drittel ihrer
Testosteronwerte aus jüngeren Jahren.
Männer, die in einer festen Partnerschaft leben, haben durchschnittlich niedrigere Testosteronwerte als Männer ohne Partnerbindung. Auf der anderen Seite haben sie in der Regel häufiger Geschlechtsverkehr als „Singles“.
Zahlreiche Faktoren können sich negativ auf den Hormonspiegel auswirken.
Zum Beispiel:
Zum Beispiel:
Chronische Krankheiten wie Diabetes,
Arteriosklerose, Leber- oder Nierenerkrankungen
Herzinfarkt oder Virusinfekte
Operationen
Medikamente, z.B. Psychopharmaka
Psychischer oder körperlicher Stress
(offenbar stören die Stresshormone die Testosteronbildung)
Häufiges Fasten oder Diäten
Alkohol und Drogen
Die Abnahme der körpereigenen Hormonproduktion kann allerdings in manchen Fällen mit
verschiedenen Symptomen einhergehen, welche oft schwer mit dem Hormonmangel in Zusammenhang
gebracht werden. Man spricht in diesem Fall vom Partiellen Androgendefizit des Alternden Mannes
(PADAM).
Mögliche Symptome hierfür sind:
Müdigkeit, Abgeschlagenheit
Stimmungschwankungen, Depression
Kraftlosigkeit, Muskelschwund
Ansammlung viszeraler Fettpolster
Gewichtszunahme
Nachlassende Libido
Erektionsstörungen
Gliederschmerzen (Osteoporose)
Wann ist eine Hormonersatztherapie sinnvoll?
Eine Hormonersatztherapie kann dann sinnvoll sein, wenn bei mehreren Kontrollen ein
erniedrigter Testosteronspiegel nachgewiesen werden konnte und
gleichzeitig die oben beschriebenen Beschwerden vorliegen. Kommt es nach
Einleitung einer solchen Behandlung nicht zu der gewünschten Verbesserung der Beschwerden, ist dies
ein deutliches Zeichen, dass andere Ursachen dafür verantwortlich sind, die nichts mit
hormonellen Veränderungen zu tun haben.
Deshalb ist bei ihrer Abklärung ein ganzheitlicher, bio-psycho-sozialer Ansatz erforderlich. Das heißt, es muss sowohl auf mögliche körperliche (bio), seelische (psycho) als auch soziale (sozial) Beeinträchtigungen (Partnerschaft, Beruf) geachtet werden. Häufig kommt alles zusammen: Männer neigen dazu, sich eine schnelle, technische Lösung ihrer Probleme zu wünschen und zeigen häufig wenig Bereitschaft, über ihre Lebenssituation nachzudenken und gezielte Veränderungen ihrer bisherigen Lebensweise anzugehen. Letzteres ist jedoch längerfristig viel Erfolg versprechender als die Einnahme irgendwelcher Mittelchen, um dann weiter machen zu können wie bisher.
Am Ende steht nicht selten der völlige Zusammenbruch. So wie man früher von den drei K ’s der Frauen (Kinder, Küche, Kirche) sprach, kann man heute von den drei K’s der Männer (Karriere, Konkurrenz, Kollaps) sprechen. Der Hintergrund hierfür ist eine gesellschaftliche Entwicklung, in der Alter nicht mehr als ein Zeichen für Lebenserfahrung, sondern als Mangel angesehen wird. Nicht zu Unrecht spricht man in diesem Zusammenhang auch von „ Altersdiskriminierung.“
Aus diesem Grund lehnen wir bewusst den Modebegriff „Anti-aging“ ab. Altern ist ein natürlicher, lebenslanger Vorgang, bei dem es darauf ankommt, durch entsprechende Lebensführung bis ins hohe Alter sowohl geistig als auch körperlich vital zu bleiben. Hierbei wollen wir Sie gerne beraten!
Wie Sie Ihre Vitalität bis ins hohe Alter bewahren können
Ausgewogene Ernährung
Regelmäßige sportliche Aktivitäten, vor
allem Ausdauertraining (am besten gemeinsam mit anderen)
Zeit- und Stressmanagement (beachten Sie
bitte unser
Kursangebot )
Eine stabile
Partnerschaft
„Es passiert nichts Gutes, es sei denn man tut es!“ (Erich Kästner)
Seite zuletzt geändert am 21.08.09
