Sofern mit der Verwendung eines CT keine ausreichende Problemerfassung möglich ist, finden nuklearmedizinischen Methoden Anwendung. Hierzu besitzen wir eine Gammakamera, unter Anwendung von radioaktiven Substanzen spezielle Diagnostik erlaubt.
Die bei uns ausschließlich verwendete radioaktive Substanz ist das Technetium. Wegen seiner kurzen Halbwertzeit (alle 6 Std. halbiert sich die Strahlenmenge) und den geringen erforderlichen Mengen kommen auch hier nur sehr kleine Strahlendosen zum Einsatz, meist sogar noch kleiner als bei vergleichbaren Röntgenaufnahmen erforderlich wäre.
Die Anmeldung erfolgt über Frau Houben-Ulonska, Telefon (0221) 8907-2769.
Die Abteilung gliedert sich in die nuklearmedizinische Diagnostik und
das radioimmunologische Labor.
Der Bereich Diagnostik verfügt über eine große Gamma-Kamera für Ganzkörperszintigraphie und
SPECT -Aufnahme. Des weiteren gehört ein Bohrlochdetektor zur Ausstattung. Die Leistungen decken
alle üblichen nuklearmedizinischen Untersuchungsverfahren eines modernen Krankenhauses ab.
Die wichtigsten sind:
- Schilddrüsen-/Nebenschilddrüsenszintigraphie
- Knochenszintigraphie
- Nierenfunktionsszintigraphie inkl. Clearancebestimmung
- Perfusionsszintigraphie der Lunge
- Hirn- und Herzmuskelszintigraphie
- Nebennierenmark- und -rindenszintigraphie
- Lymphszintigraphie (Sentinel-Lymphknoten SLN)
- palliative Schmerztherapie mit Samarium bei Prostatakarzinom-Patienten
Die Untersuchungsmethoden werden eingesetzt um Aussagen über die Organfunktionen zu erhalten
sowie zur Lokalisation und Bewertung von Tumoren. In der Tumornachsorge nimmt die Nuklearmedizin
eine wichtige Rolle ein.
Das Radioimmunologische Labor bestimmt in der Hauptsache Schilddrüsenparameter (ff3, ff4, TSH
sowie schilddrüsenspezifische Antikörper) sowie Antikörper gegen Schilddrüsenperoxydase (TP
Antikörper), Antikörper gegen TSH-Rezeptor (TSH-R ...) und Antikörper gegen Thyreoglobulin (TGAK).
Darüber hinaus werden die Vitamine B-12 und Folsäure ermittelt.
