Nach der Diagnosesicherung eines bösartigen Befundes
wird die weitere Behandlung unter Einbeziehung aller Fachabteilungen und Wahrung der Interessen der
Patientin in Interdisziplinären Konferenzen besprochen. Primär gilt es zu entscheiden, ob zunächst
eine medikamentöse oder eine operative Therapie erfolgt.
Die primäre
medikamentöse Behandlung kann in einer Chemotherapie/ Antikörper-Therapie (z.B.
Herceptin) oder einer antihormonellen Therapie (z.B. Tamoxifen, Aromatasehemmer) bestehen.
Die
operative Behandlung des Mammakarzinoms setzt sich aus multiplen Einzelfaktoren
zusammen. Maßgeblich sind die onkologische Sicherheit, die Brustgröße, der Wunsch der Patientin
(z.B. Brusterhaltung und Bestrahlung oder Wunsch der Brustentfernung), bestehende
Grunderkrankungen der Patientin sowie deren berufliches und alltägliches Umfeld (Praktikabilität
von rekonstruktiven Verfahren im Alltag).
Begleitend erhalten unsere Patientinnen mit Mammakarzinom eine persönliche Betreuung durch
kompetente Pflegekräfte und speziell ausgebildete Breast Care Nurses. Zudem ist eine
psychoonkologische Betreuung
durch die zentrumseigene Psychoonkologin Frau Dr. Multhaupt sowie eine sozialmedizinische
Beratung sichergestellt.
Bei Bedarf ist die Erstversorgung durch ein kooperierendes Sanitätshaus möglich. Die enge
Kooperation mit der
Selbsthilfegruppe
FRANKA
ermöglicht außerdem den Austausch mit Betroffenen.
Physikalische Therapie
Bewegungsübungen nach Brustoperationen sind ein wichtiger Teil des Therapiekonzepts. Sie
beginnen sofort nach der Operation als Einzeltherapie im Krankenzimmer und im Anschluss als
Gruppentherapie im Gymnastikraum (Mo-Fr um 13.30 Uhr).
Ziele der Behandlung sind neben der Vermittlung von Tipps für den Alltag u.a.
Tromboseprophylaxe, die Mobilisation des Schultergelenks, Vermeidung von Schonhaltungen und
Lymphödemvorbeugung.
Ansprechpartnerin ist Frau Diel Tel.: (0221) 8907-2587
Sport in der Krebsnachsorge
Der TV Köln-Höhenhaus 1960 e.V. bietet in Zusammenarbeit mit der Frauenklinik ein sportliches
Training in der Krebsnachsorge an.
Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, können jeden Donnerstag von 20.15 bis 21.45 Uhr die
Möglichkeit, in der Aula der Grundschule Honschaftsstr. 312 in Köln-Höhenhaus gemeinsam Sport
treiben. Sie können dadurch Bewegungseinschränkungen beheben, ihr Immunsystem stärken, ein besseres
Körpergefühl erreichen und vor allem gemeinsam Spaß haben.
Die Leiterin des Trainings, Renate Butsch-Strathoff, ist Diplom-Sozialarbeiterin und verfügt
über eine sporttherapeutische Zusatzqualifikation.
Ein Arzt der Frauenklinik betreut die Gruppe.
Die Aufnahmegebühr beim TV Höhenhaus beträgt 15 Euro, der Halbjahresbeitrag 80 Euro.
Pro Teilnahmestunde sind noch einmal 3,50 Euro zu entrichten. Wenn ein Arzt das Training
verordnet, besteht die Möglichkeit, bei den Krankenkassen einen Zuschuss zu beantragen.
Kontakt:
TV Köln-Höhenhaus 1960 e.V.
Thymianweg 15,
51061 Köln,
Telefon: 0221-63 63 67,
Fax: 0221-99 16 424
