Das Klinikum Köln Merheim ist ein Krankenhaus der
Maximalversorgung mit langjähriger Erfahrung im Bereich der Adipositaschirurgie. Die Adipositas hat
in den letzten Jahren weltweit erheblich zugenommen und zeigt eine zunehmende Inzidenz (Anzahl der
Neuerkrankungen). In Deutschland ist inzwischen jeder 3. Bürger übergewichtig, mit oft begleitenden
gesundheitlichen, gesellschaftlichen und sozialökologischen Folgen. Erfolge bei der Behandlung der
morbiden Adipositas (krankhaftes Übergewicht) lassen sich nur mit einem ausgreifenden
Therapiekonzept erreichen. Dabei hat sich insbesondere in der morbiden Adipositas gezeigt, dass
eine alleinige Ernährungs- oder medikamentöse Therapie oft keine dauerhafte Gewichtsreduktion
bewirkt. Häufig kann erst durch eine operative Maßnahme eine entscheidende Wendung in der
Gewichtsreduktion erreicht werden.
Folgende
Operationsverfahren
werden durchgeführt:
- Gastric Banding (Magenband)
- Laparoskopischer Magenbypass (Magenverkleinerung)
- Laparoskopische Sleeve Resektion (Schlauchmagen)
- Biliopankreatische Diversion nach Scopinaro
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Magenballon
Über einige unserer Patienten berichten die Medien.
Ansprechpartner:
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Jürgen Meyer
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Prof. Dr. Markus M. Heiss
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Gastric Banding (Magenband)
Das Gastric
banding ( Magenband) ist ein rein restriktives Verfahren. Dies bedeutet, dass Nahrung nur noch in
kleinen Portionen eingenommen werden kann.
Die Gastric banding ( Magenband) Operation wird laparoskopisch ( Schlüssellochtechnik)
durchgeführt. Dabei wird ein Silikonband knapp unterhalb des Mageneinganges um den Magen gelegt.
Das Gastric banding ( Magenband) ist über einen Schlauch mit einem Reservoir (Port) verbunden, das
unter der Haut liegt, womit sich die Weite des Magenbandes variieren lässt. Dadurch lässt sich das
Füllungsvermögen des Magens erheblich einschränken. Es kommt zum frühzeitigen Sättigungsgefühl bei
Einnahme zu großer Portionen und im Extremfall zum Erbrechen der Nahrung.
Dieses Operationsverfahren ist geeignet für Patienten mit regelmäßigen Nahrungseinnahmen,
ohne Zwischenmahlzeiten, für Patienten die eher „herzhaft“ essen ( "Non sweet eater"). Im ersten
Jahr nach der Gastric banding- Operation kann das Übergewicht durchschnittlich um 50 – 60 %
reduziert werden. Ein wesentlicher Vorteil des Gastric banding ( Magenband) ist, daß die Anatomie
des Magens nicht verändert wird. Sollte das Gastric banding ( Magenband) entfernt werden, liegt der
ursprüngliche Zustand wieder vor.
Gastric Bypass (Magenbypass)
Der Gastric
bypass (Magenbypass) ist ein so genanntes kombiniertes restriktiv -malabsorptives Verfahren. Dies
bedeutet, dass zum einen durch eine Magenverkleinerung die Nahrungszufuhr deutlich eingeschränkt
wird und zum anderen Darmanteile ausgeschaltet werden, so dass über die Reduzierung der zur
Verfügung stehenden Darmfläche die Energieaufnahme effektiv vermindert wird.
Die Gastric bypass (Magenbypass) Operation wird laparoskopisch (Schlüssellochtechnik)
durchgeführt. Dabei wird bei dieser Operation der Magen im oberen Anteil durchtrennt, um einen
kleinen Restmagen von ca. 150 ml Füllungsvolumen zu bilden. An diesen kleinen Restmagen wird eine
Dünndarmschlinge angeschlossen. Der größere, ausgeschaltete Magenanteil und die oberen
Dünndarmschlingen nehmen danach an der Energieaufnahme aus dem Essen nicht mehr teil. Es kommt zu
einer erheblich reduzierten Energiezufuhr. Zusätzlich kommt es zu einer Beeinflussung des
Hungerhormons Ghrelin, womit das Hungergefühl positiv beeinflusst wird.
Die Gastric bypass (Magenbypass) Operation ist geeignet für Patienten mit unregelmäßigen
Nahrungseinnahmen, mit Zwischenmahlzeiten, für Patienten die eher süß essen ( "sweet
eater"). Im ersten Jahr nach der Gastric bypass (Magenbypass) Operation kann das Übergewicht
durchschnittlich um 60 – 70 % reduziert werden.
Sleeve-Gastrektomie (Magenschlauchbildung)
Die
Sleeve-Gastrektomie (Magenschlauchbildung) ist ein rein restriktives Verfahren, bei dem ein
Großteil des Magens entfernt wird. Dies bedeutet, dass Nahrung nur noch in kleinen Portionen
eingenommen werden kann.
Die Sleeve-Gastrektomie (Magenschlauchbildung) wird laparoskopisch (Schlüssellochtechnik)
durchgeführt. Dabei wird ein Großteil des Magens entfernt, so dass nur noch ein Schlauch entlang
der kleinen Magenkurve als Verbindung zwischen Speiseröhre und Darm erhalten bleibt. So verliert
der Magen einen großen Anteil seines Füllungsvolumens und es können nur noch kleine Portionen
eingenommen werden. Zusätzlich kommt es zu einer Beeinflussung des Hungerhormons Ghrelin, womit das
Hungergefühl positiv beeinflusst wird.
Die Sleeve- Gastrektomie (Magenschlauchbildung) ist geeignet für Patienten mit regelmäßigen
Nahrungseinnahmen, ohne Zwischenmahlzeiten, für Patienten die eher „herzhaft“ essen ("non sweet
eater"). Im ersten Jahr nach der Sleeve-Gastrektomie (Magenschlauchbildung) kann das Übergewicht
durchschnittlich um 60 – 70 % reduziert werden.
Biliopankreatische Diversion (BPD) nach Scopinaro
Die
Biliopankreatische Diversion nach Scopinaro ist ein malabsorptives (verringerte Energieaufnahme)
Verfahren, bei dem der Großteil des Dünndarms ausgeschaltet wird, so dass Fette und Stärke nur
vermindert aufgenommen werden können.
Die Biliopankreatische Diversion nach Scopinaro wird laparoskopisch (Schlüssellochtechnik)
oder über einen großen Bauchschnitt durchgeführt. Dabei wird ein Großteil des Dünndarms so
ausgeschaltet, dass der an der Nahrungspassage teilnehmende Dünndarm auf eine Länge von insgesamt
250 cm verkürzt wird. Dies gelingt, indem man den Dünndarm 250 cm vom Dickdarm entfernt durchtrennt
und mit dem Magen verbindet. Anschließend werden die beiden Dünndarmschlingen 50 cm vom Dickdarm
entfernt wieder verbunden. Nun erst treffen die Säfte der Bauchspeicheldrüse und die Gallensäure
auf den Nahrungsbrei, welcher nun gespalten und über eine Strecke von 50 cm aufgenommen
(resorbiert) werden kann, bei einer normalerweisen Dünndarm- bzw. Resorptionsstrecke von 6- 8
Metern.
Die Biliopankreatische Diversion nach Scopinaro ist geeignet für Patienten welche extrem
übergewichtig sind ("super super obese"), mit unregelmäßigen Nahrungseinnahmen und vielen
Zwischenmahlzeiten bzw. für Patienten mit einer Esssucht ("binge eating Syndrom"). Die
Biliopankreatische Diversion nach Scopinaro ist die effektivste Methode zur dauerhaften
Gewichtsreduktion. Der Verlust des Übergewichtes kann zwischen 70 und 80% nach einem Jahr betragen.
Der Magenballon
Beim Magenballon
wird endoskopisch ( Magenspiegelung) ein Ballon aus Silikon in den Magen eingebracht. Der
Magenballon selber ist mit Kochsalz gefüllt und füllt den Magen größtenteils aus. Hierdurch kann
nur weniger Nahrung aufgenommen werden und es tritt ein frühes Sättigungsgefühl auf. Der
Magenballon bleibt maximal für 6 Monate im Magen liegen.
Der allgemeine Gewichtsverlust und aufgrund der nur kurzen Verweildauer des Magenballons,
sind die Langzeitergebnisse nicht zufriedenstellend, er hat jedoch seine Indikation zur
Vorbereitung für einen operativen Eingriff bei extremer Adipositas. Der Eingriff wird ambulant
durchgeführt
