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Zu den Fachbereichen

Schwerpunkt Cerebralparesen
Sprechstunde für Kinder mit Bewegungsstörungen

In der Sprechstunde für Kinder mit Bewegungsstörungen werden Kinder gemeinsam von Kinderärzten und Physiotherapeuten untersucht. Im interdisziplinären Team werden ein Funktionsbefund mit Videoanalyse erstellt, gemeinsam mit der Familie Therapieziele festgelegt und Behandlungsmethoden empfohlen. Im Falle einer Behandlung mit Botulinumtoxin erfolgt diese ultraschallgesteuert nach Gabe von Medikamenten, um die Behandlung für das Kind möglichst wenig beeinträchtigend zu halten. Nach der Injektion mit Botulinumtoxin spielt die Physiotherapie mit Dehnungsübungen der betroffenen Muskelgruppen eine entscheidende Rolle. Die Eltern werden mit entsprechenden Übungen angeleitet und die niedergelassenen Physiotherapeuten informiert.

In dieser Sprechstunde können auch Kinder mit habituellem Zehenspitzengang vorgestellt werden und ggf. eine Einlagenversorgung nach Pomarino® eingeleitet werden.

Neuroorthopädische Sprechstunde

In der Neuroorthopädischen Sprechstunde werden Kinder gemeinsam von einem Kinderorthopäden, Kinderarzt, Physiotherapeuten und Orthopädietechnikern untersucht. Hier werden Kinder vorgestellt, die aufgrund ihrer neurologischen Erkrankungen orthopädische Auffälligkeiten entwickelt haben. Es werden Konzepte entwickelt, um die Entwicklung altersentsprechend zu unterstützen und Folgeschäden zu vermeiden. Orthetische Versorgungen, konservative und operative Möglichkeiten werden mit der Familie besprochen. Die Konzepte werden in den Hilfsmittelsprechstunden umgesetzt.

Hilfsmittelsprechstunden

Hilfsmittelsprechstunden


In der Hilfsmittelsprechstunde für Orthopädietechnik werden gemeinsam mit Physiotherapeuten und Orthopädietechnikern Einlagen, Orthesen für die obere und untere Extremität, Kopforthesen und Korsetts angepasst und auf ihre Funktion hin überprüft. Die Konzepte und Therapieziele werden regelmäßig mit einer Videoanalyse überprüft und neu angepasst.
Bei Bedarf unterstützen wir die Familien auch bei der Begründung der Hilfsmittel für die Krankenkassen.

In der Hilfsmittelsprechstunde für Rehatechnik werden gemeinsam mit Physiotherapeuten und Rehatechnikern Hilfsmittel erprobt, die das Kind in seinem Alltag unterstützen. Wir versuchen in enger Zusammenarbeit mit den Eltern und den niedergelassenen Therapeuten herauszufinden, welches Hilfsmittel für das Kind und die Familie das Geeignete ist. Dabei gibt es auch die Möglichkeit, zu Hause oder in der Einrichtung, in der sich das Kind befindet, die verschiedenen Hilfsmittel auf Alltagstauglichkeit zu testen.
Bei Bedarf unterstützen wir die Familien auch bei der Begründung der Hilfsmittel für die Krankenkassen.

Sprechstunde für Kinder mit Baclofenpumpen

Baclofenpumpen können bei Kindern mit sehr schwerer generalisierter Spastik hilfreich sein. Wir stellen die Indikation nach Bolusgabe auf Station. Die Pumpen werden in der Klinik für Neurochirurgie der Universität Köln implantiert. Wir betreuen die Kinder nach der Implantation der Pumpen weiter.

Epilepsieschwerpunkt

In der Epilepsiesprechstunde diagnostizieren und behandeln wir ambulant gut 500 Kinder und Jugendliche mit überwiegend schwer behandelbaren Epilepsien. Die Behandlung von Kindern mit Epilepsien ist ein wichtiger Schwerpunkt der Abteilung. Wir verfügen mit 2 Video-Plätzen, Langzeit-EEG und Kernspintomographie über alle modernen Methoden zur Diagnosik von Epilepsien.
Das SPZ ist zertifizierte Epilepsieambulanz der Gesellschaft für Epileptologie. Alle 5 Fachärzte der Ambulanz sind mit dem Zertifikat Epilepsie plus der Gesellschaft für Epileptologie qualifiziert.
Unsere Sozialpädagogin hat die Weiterbildung Epilepsie - Fachassistenz absolviert.

Zum Epilepsieschwerpunkt gehören:

  • Epilepsiesprechstunde
  • Kinderneurologische Station
    Diagnostik:
    Ausführliche Anamneseerhebung zur diagnostischen Einordnung der Erkrankung
    Neurologische Untersuchung
    Elektroenzephalographie (EEG)
    Magnetresonanztomographie (MRT)
    Laborchemische Diagnostik mit Bestimmung des Medikamentenspiegels
    Entwicklungsdiagnostik

Behandlung:
Beratung
Medikation
Ketogene Diät
Vagusnervstimulation
Sozialberatung


Diagnostik:

Elektroenzephalographie (EEG)

Elektroenzephalographie (EEG) wird die elektrische Hirnaktivität mit Elektroden auf dem Kopf aufgezeichnet. Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft, das Kind muss jedoch ruhig liegen. Sie können Ihr Kind dabei unterstützen, indem Sie ihm die Angst vor der Untersuchung nehmen und bei Säuglingen und Kleinkindern versuchen, durch entsprechend frühes Wecken Ihr Kind müde zur Ableitung zu bringen und eine Flasche/Schnuller dabei zu haben. Die Haare sollten frisch gewaschen sein und auf keinen Fall Gel oder Spray enthalten, da dadurch die Ableitung gestört wird. Das Setzen und Entfernen der Elektroden eingeschlossen, dauert eine EEG-Ableitung etwa eine Stunde. In der Regel ist ein Standard EEG ausreichend. Gelegentlich kann es erforderlich sein, ein EEG im Schlaf oder selten auch ein 24-Stunden EEG abzuleiten.

Bei Bedarf führen wir Visuell Evozierte Potentiale und Akustisch Evozierte Potentiale durch oder vermitteln für andere elektrophysiologische Untersuchung an das Elektrophysiologische Labor der Neurologischen Klinik.

Magnetresonanztomographie (MRT)

Die Magnetresonanztomographie (MRT) wird auch Kernspintomographie genannt und wird in der radiologischen Abteilung der Kinderklinik durchgeführt. Mittels eines Magnetfeldes können sehr genaue Bilder vom Gehirn oder Rückenmark gemacht werden, um mögliche Ursachen von Anfällen oder anderen Beschwerden zu finden. Bei der Untersuchung werden keine Röntgenstrahlen verwendet. Sie ist jedoch laut und der Patient muss 20-45 Minuten in einer engen Röhre liegen, ohne sich zu bewegen, sodass bei kleinen Kindern oft eine Narkose notwendig ist.

Laborchemische Diagnostik mit Bestimmung des Medikamentenspiegels

Abhängig von der Erkrankung Ihres Kindes sowie vor und unter einer medikamentösen Behandlung sind Laboruntersuchungen sinnvoll. Zur Bestimmung des Medikamentenspiegels ist es notwendig den Kindern am Morgen des Vorstellungstages das Medikament zur Epilepsiebehandlung noch nicht zu geben, sondern dies unmittelbar nach der Blutabnahme nachzuholen. Bei einigen Erkrankungen wird eine Stoffwechsel- oder genetische Untersuchung veranlasst.

Entwicklungsdiagnostik:

Einige Epilepsien im Kindesalter können mit Teilleistungsstörungen, einer nicht altersentsprechenden geistigen Entwicklung oder Entwicklungsrückschritten im sprachlichen und kognitiven Bereich einhergehen. Um dies zu erkennen und die Kinder entsprechend zu fördern ist eine testpsychologische Untersuchung notwendig. Zur Psychologie
Bei Kindern mit begleitenden Entwicklungsstörungen wird eine logopädische, heilpädagogische, ergo- oder physiotherapeutische  Untersuchung durchgeführt, um frühzeitig Förderbedarf zu erkennen.

Beratung:

Wir beraten Patienten und ihre Familie individuell entsprechend der vorliegenden Epilepsie über die Behandlung und den Umgang mit Anfällen. Hierzu gehört neben der medizinischen Behandlung die Beratung über den Umgang mit Anfällen in Kindergarten und Schule, mögliche Vorsichtsmaßnahmen und die Vermeidung von Unfallgefahren und Anfallsauslösern.

Medikation:

Man unterscheidet eine Bedarfsmedikation zur Anfallsunterbrechung und eine Dauermedikation zur Anfallvermeidung. Ziel der Dauermedikation ist Anfallsfreiheit. Dies lässt sich bei 60-70% der Patienten bei Auswahl der geeigneten Medikamente erreichen. Die Verträglichkeit der neuen Medikamente ist generell gut. Bei unzureichender Wirksamkeit und Nebenwirkungen kann jedoch eine Kombination von Medikamenten oder ein Wechsel des Medikaments notwendig werden.

Ketogene Diät (KD):

Die KD ist eine individuell berechnete, fettreiche, kohlenhydratarme, normokalorische Ernährungsform zur Behandlung von Epilepsien, welche nicht auf Medikamente ansprechen sowie bestimmter Stoffwechseldefekte, wie des Glucose- Transporter-Defektes und des Pyruvat-Dehydrogenase-Mangels. Der Beginn der Diät und die erforderlichen Voruntersuchungen erfolgen auf unserer kinderneurologischen Station. Die Eltern werden in der Zubereitung der Speisen geschult.

Vagusnervstimulation (VNS):

Die VNS ist ein Behandlungsverfahren für therapieschwierige Epilepsien, die nicht auf Medikamente ansprechen und für die eine epilepsiechirurgische Behandlung nicht in Betracht kommt. Neben einer Reduktion der Anfallsfrequenz bewirkt die VNS eine Verbesserung der Stimmung und Wachheit der Patienten. Die Methode kann mit Medikamenten und der KD kombiniert werden. Es handelt sich nicht um eine Operation am Gehirn. Die Implantation des Vagusnervstimulators erfolgt in der chirurgischen Abteilung der Kinderklinik im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthaltes. Der Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt, es werden zwei kleine Hautschnitte in der linken Achselhöhle und am Hals linksseitig vorgenommen, um den Pulsgenerator im Brustbereich und die Elektrode am linken Nervus Vagus einzusetzen. Über regelmäßige Stimulation dieses Hirnnervens wird eine anfallshemmende Wirkung erzielt. Nach einigen Jahren ist ein Batteriewechsel durch eine erneute Operation erforderlich. Neben den mit der Operation verbundenen Risiken kann die Stimulation auch mit Nebenwirkungen, wie z.B. Heiserkeit oder Schluckbeschwerden verbunden sein. Die Verträglichkeit ist jedoch insgesamt sehr gut. Die Anpassung der Stimulationsparameter erfolgt in regelmäßigen Abständen mittels eines Programmiergerätes über Radiofrequenzsignale in unserer neuropädiatrischen Ambulanz.

Sozialberatung

Patienten und ihre Familien beraten wir bei familiären Belastungen, Schwierigkeiten in Kindergarten, Schule und Ausbildung, Fragen nach Wohn- und Betreuungsformen sowie bei der Antragstellung für Leistungen des sozialen Hilfesystems und Nachteilsausgleiche nach dem Schwerbehindertenrecht. Zur Sozialpädagogik

Risikosprechstunde

In der Risikosprechstunde werden Frühgeborene, Säuglinge und Kleinkinder bis zum vollendeten 2. Lebensjahr mit Entwicklungsauffälligkeiten oder Behinderungen gemeinsam von Kinderärzten sowie einer Physiotherapeutin untersucht. Dies sind vor allem Frühgeborene, Kinder nach komplizierter Geburt oder Neugeborenenzeit und Kinder mit begleitenden Erkrankungen. Ziel ist es, Auffälligkeiten vorzubeugen oder so früh wie möglich zu erkennen. Im interdisziplinären Team wird das Spiel- und Sozialverhalten beobachtet und das Kind neurologisch untersucht. Am Ende stehen die Erklärung des Befundes und die Beratung der Eltern. Bei Bedarf werden Therapieempfehlungen ausgesprochen, gegebenenfalls weitergehende Untersuchungen veranlasst oder ein Kontrolltermin vorgeschlagen.

Humangenetische Sprechstunde

Patienten des SPZ, bei denen der Verdacht auf eine genetische Erkrankung oder ein genetisches Syndrom besteht, werden in einer Sprechstunde gemeinsam mit zwei niedergelassenen Fachärzten für Humangenetik untersucht und zur weiteren Diagnostik beraten.

Kopfschmerz- und Migränesprechstunde

In dieser Sprechstunde werden Kinder und Jugendliche mit chronischen Kopfschmerzen kinderneurologisch und psychologisch diagnostiziert und behandelt. Das Behandlungsangebot umfasst medikamentöse und verhaltenstherapeutische Konzepte unter Einschluss eines Kopfschmerzprogramms für betroffene Kinder und Jugendliche.

Die Anmeldung erfolgt über das Sekretariat: Frau Burek, Tel. +49 221 8907- 5117

Montags 08:30-11:30 Uhr
Dienstags 08:30-15:30 Uhr
Mittwochs 08:30-15:30 Uhr
Donnerstags 08:30-11:30 Uhr
Freitags 08:30-11:00 Uhr

Sprechstunde für Unterstützte Kommunikation

In der Beratungssprechstunde Unterstützte Kommunikation (UK), angeboten von Fr. I. Richter (Ergotherapeutin) und K. Klein (Dipl. Sprachheilpädagogin), werden Eltern hinsichtlich der Möglichkeiten zur Förderung bzw. Verbesserung der Kommunikation sowie über Möglichkeiten und Formen der unterstützten Kommunikation (UK) beraten und angeleitet. In einem gemeinsamen Termin mit den Eltern und ihrem Kind sowie den beiden Therapeutinnen werden Kommunikationsbedürfnisse und die bisherigen Kommunikationsformen erfragt und die Basisfähigkeiten (Symbolverständnis, Objektpermanenz, Ursache-Wirkung-Prinzip, Blickkontaktverhalten, Kontaktverhalten, triangulärer Blick , Auge-Hand–Koordination, motorische und sensorische Fähigkeiten sowie vorhandene rezeptive und expressive Sprachfähigkeiten) als Grundlage für die Wahl einer geeigneten und vor allem alltagstauglichen Kommunikationshilfe überprüft.

Therapieevaluationssprechstunden

Viele Kinder erhalten zur Förderung der Sprache und Motorik Logopädie und/oder Ergotherapie. Von Zeit zu Zeit ist es sinnvoll, zu überprüfen, ob weiterer Therapiebedarf besteht oder ob Therapieziele und -methoden verändert werden müssen. Auch fordern die Kostenträger solche Untersuchungen in gewissen Abständen. Diese Untersuchungen können in unserer Heil- und Hilfsmittelrichtlinien (HMR) Sprechstunde durchgeführt werden.

Diese Sprechstunde führen wir als Team aus einem/-r Arzt/Ärztin und einer Therapeutin aus dem Bereich Logopädie oder Ergotherapie durch. Zunächst findet ein gemeinsames ausführliches Gespräch mit dem/der Arzt/Ärztin und der Therapeutin und eine ärztliche entwicklungsneurologische Untersuchung statt. Danach folgt die spezielle logopädische bzw. ergotherapeutische Untersuchung. In der Regel können wir den Eltern bereits am Ende des Untersuchungstermins nach einer gemeinsamen Beratung mitteilen, ob und mit welchen Schwerpunkten die Kinder weiter Logopädie bzw. Ergotherapie erhalten sollten und geben einen kurzen Vorabbericht mit. Später bekommen die Eltern und der überweisende Kinderarzt noch einen ausführlichen Bericht.

Um die Sprechstunde effizient durchführen zu können, benötigen wir außer dem allgemeinen SPZ-Anmeldebogen noch einen speziellen Fragebogen zur Therapie von den Eltern und den behandelnden Therapeuten. Wenn sie weitere wichtige Befunde (z.B. Hörtestung, die bereits stattgefunden hat) haben, bringen Sie diese uns bitte in die Sprechstunde mit. Wenn wir der Meinung sind, dass weitere Diagnostik (z.B. psychologische Untersuchung, Hörtest) notwendig ist, veranlassen oder empfehlen wir diese Untersuchungen aus der HMR-Sprechstunde heraus.

Handsprechstunde

In der Handsprechstunde werden Kinder und Jugendliche mit einer Beeinträchtigung der Handfunktion von einer Ärztin, einer Ergotherapeutin und einer Physiotherapeutin untersucht und beraten. Im Mittelpunkt stehen neben den Ressourcen der Kinder/Jugendlichen, die Ziele und Wünsche im Hinblick auf eine Optimierung bzw. Erweiterung   einer möglichst effizienten Alltagbewältigung. Unter Berücksichtigung dieser individuellen Ziele wird ein umfassender Befund, mittels ausführlicher Anamnese,  standardisierter Testverfahren und einer Funktionsanalyse erhoben. Im Ergebnis werden die Kinder/Jugendlichen und ihre Familien in Bezug auf geeignete Therapiemaßnahmen,  Adaptionen und/oder Hilfsmitteln beraten. 

Auskunft erhalten Sie bei
Ina Richter, Ergotherapeutin
Tel.: 0221 / 8907 - 5422
E-Mail: richteri@kliniken-koeln.de

Seite zuletzt aktualisiert am 09.12.2015 Seite Drucken