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Optimale Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit Herzrhythmusstörungen

Krankenhaus Merheim bietet als einzige Klinik in Köln innovatives Mapping-System an


Viele Menschen leiden unter Störungen des Herzrhythmus. Dies kann harmlos sein, aber auch zu lebensgefährlichen Situationen führen. Darum ist es notwendig, die Ursache, zum Beispiel durch eine Katheteruntersuchung, herauszufinden. Das innovative und präzise Rhythmia Mapping-System zur Untersuchung von Herzrhythmusstörungen wird in Köln einzig in der Klinik für Kardiologie, Rhythmologie und Internistische Intensivmedizin im Krankenhaus Merheim der Kliniken Köln angewendet. Damit ist die Merheimer Kardiologie eine von nur vier Kliniken in Nordrhein-Westfalen, die Patienten dieses hochmoderne und sehr schonende Verfahren zur Untersuchung von Herzrhythmusstörungen und Vorhofflimmern anbietet.

Die Entscheidung, das neuartige Rhythmia Mapping-System von Boston Scientific für die Klinik für Kardiologie, Rhythmologie und Internistische Intensivmedizin im Krankenhaus Merheim anzuschaffen, wurde von den Kliniken Köln im Rahmen der Kooperation mit dem weltweit führenden Unternehmen Medtronic getroffen. Das große Ziel dieser Partnerschaft ist es, den Patienten wichtige Innovationen anzubieten sowie weitere Verbesserungen in ihrer Versorgung durch moderne Stationen, Wegfall von Wartezeiten und schnellere Abläufe zu schaffen. „Das neue Diagnose- und Therapieverfahren ist ein Meilenstein für die kardiologische Patientenversorgung in Köln“, so Prof. Dr. med. Horst Kierdorf, Klinischer Direktor der Kliniken Köln.

Das Rhythmia Mapping-System ist mit Mini-Elektroden ausgestattet. Dieses dreidimensional hochauflösende System lokalisiert im Herzen die Ursprungsorte von Rhythmusstörungen. Dabei werden - deutlich schneller und genauer als durch herkömmliche Systeme - binnen weniger Minuten bis zu 30.000 Messpunkte angesteuert anstatt der bislang üblichen 300 bis 400. Die Diagnostik und individuelle Behandlung von Rhythmusstörungen kann so deutlich schneller und präziser stattfinden. „Dies reduziert die Dauer des Eingriffs, die Strahlenbelastung und die Länge des Krankenhausaufenthalts für den Patienten. Damit ist das Verfahren schonender und mit höheren Erfolgsquoten als mit bisherigen Therapieverfahren verbunden“, erläutert Priv.-Doz. Dr. Axel Meissner, Chefarzt der Merheimer Kardiologie. Die Klinik führt mehr als 3.500 Katheteruntersuchungen jährlich durch und verfügt über eine besondere Expertise.

Ein Vorhofflimmern im Herzen wird in der Regel mit einer Katheterablation behandelt. Dabei wird über ein Blutgefäß in der Leiste ein Katheter mit einer Sonde bis zum Herzen vorgeschoben. Im Herzen wird der Ursprung der fehlgeleiteten elektrischen Impulse aufgespürt. Das entsprechende Gebiet wird im Herzen verödet. Diese gezielt gesetzten Narben blockieren künftig die Impulse. Das wesentliche Detail des im Krankenhaus Merheim eingesetzten RhythmiaMapping-Systems ist die Sonde, die mit innovativen 64 winzigen Elektrodenpaaren ausgestattete ist. Diese Elektroden sind im Durchschnitt nur noch 0,4 Millimeter anstatt bisher 2 bis 8 Millimeter groß. Im Herzen breitet sich die Sonde wie in der Form eines winzigen Schneebesens aus und nimmt elektrische Signale des Herzmuskels auf. Die Lage des Katheters kann auf weniger als einen Millimeter genau über Magnetfelder lokalisiert werden. Mithilfe einer speziellen Software werden die hierbei über die Elektroden aufgenommenen Daten analysiert. Dabei erkennt das System automatisch Bereiche, die für die Rhythmusstörung verantwortlich sind.

Auf einem Bildschirm werden die so präzise generierten 3D-Herzabbildungen angezeigt, gleichzeitig werden Markierungen für sinnvolle Ablationspunkte oder ­linien für einen millimetergenauen Eingriff dargestellt. Diese erfolgt in Echtzeit. Der behandelnde Arzt kann sich an den anatomischen Strukturen und elektrophysiologischen Mustern orientieren und hochkomplexe Herzrhythmusstörungen sehr genau und sehr schnell diagnostizieren sowie individuell behandeln. Das Verfahren ist ungleich zuverlässiger und genauer als bisherige Systeme. Zudem gestattet Rhythmia die Diagnose von Erregungsleitungsstörungen, die bislang mit herkömmlicher Technologie nicht erkannt werden können.

Die laufende Katheteruntersuchung verfolgt der behandelnde Arzt an einem Monitor, dessen Auflösung des dreidimensionalen Bildes deutlich höher ist als die aller anderen auf dem Markt verfügbaren Systeme. Dadurch erhält der Arzt ein maximal präzises Bild über die Abläufe im Herzen des Patienten.

Für Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Axel Meissner ist das Rhythmia Mapping-System ein Meilenstein bei der Behandlung von Herzrhythmusstörungen: „Unser Ziel ist es, den Patienten noch individueller und schonender zu behandeln. Das Mapping-System ist die innovativste Methode, um dies zu erreichen.“ Prof. Dr. Horst Kierdorf ergänzt: „Mit dem Einsatz dieses hochmodernen Systems bieten wir als einziges Krankenhaus in Köln kardiologischen Patienten eine maximal präzise und dabei schonende Methode an. Dies ist elementar angesichts des demografischen Wandels und der weiteren Zunahme von Patienten mit kardiologischen Erkrankungen. Die Kardiologie im Krankenhaus Merheim steht für langjährige Erfahrung und hohe Qualität, die sich auch in der Zertifizierung als „Spezialisiertes Rhythmuszentrum“ der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zeigt.“


Medizinische  Klinik II - Klinik für Kardiologie, Rhythmologie und Internistische Intensivmedizin, Sektionsschwerpunkte Angiologie und Diabetologie im Krankenhaus Merheim der Kliniken Köln

In der Klinik stehen drei Katheterlabore für über 3.500 Untersuchen jährlich bereit, ein viertes befindet sich in Vorbereitung. Die Schwerpunkte der Klinik sind: Interventionelle Kardiologie, Rhythmologisches Zentrum, Kardiovaskuläre Notfall- und Intensivmedizin, Non-Invasive kardiologische Bildgebung, Angiologie sowie Diabetologie und Endokrinologie. In der Angiologie der Medizinischen Klinik II führen die Experten für Gefäßerkrankungen unter der Leitung des Chefarztes Priv.-Doz. Dr. med. Axel Meissner jährlich über 7.500 Untersuchungen durch.
Die genannten Therapien für die benannten Leistungsschwerpunkte der Klinik werden von einem insgesamt 32-köpfigen Ärzteteam, überwiegend Fachärzte, erbracht. Es besteht eine enge interdisziplinäre Kooperation zu den anderen internistischen Medizinischen Kliniken, Nephrologie, Gastroenterologie und Pneumologie sowie darüber hinaus zu den Kliniken für Radiologie, Neurologie und Gefäßchirurgie. Somit besteht die Möglichkeit für jeden Patienten individuell ein allumfassendes und integratives Behandlungskonzept bei fortgeschrittenen kardiovaskulären Erkrankungen zu erstellen und therapeutisch anzugehen. Im Rahmen der Kooperation mit dem Unternehmen Medtronic beginnt in diesem Jahr der Aus- und Neubau der Merheimer Kardiologie, bald werden in Merheim vier Katheterlabore, drei Stationen und ein deutlicher Ausbau des Diagnostikbereichs für Patienten bereit stehen. 

 

 

Seite zuletzt aktualisiert am 08.02.2017 Seite Drucken