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Neue Hoffnung für Patienten mit Magen-Entleerungsstörungen


Gastroenterologie Kliniken Köln bietet als erstes Zentrum in NRW eine innovative endoskopische Behandlungsmöglichkeit an

 

Ab sofort bietet die Gastroenterologie Kliniken Köln als erste Klinik in NRW an den Standorten Holweide und Merheim eine neue endoskopische Behandlungsmöglichkeit für Patienten mit Magen-Entleerungsstörungen an.

Die ersten drei Interventionen wurden im Februar in Köln gemeinsam von Herrn Prof. Arno Dormann (Chefarzt Gastroenterologie Kliniken Köln), Prof. Claus Eisen-berger (Chefarzt Klinik für Chirurgie Krankenhaus Holweide) und Prof. Thomas Rösch (Chef-arzt der Klinik und Poliklinik für interdisziplinäre Endoskopie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) erfolgreich durchgeführt. Die intensive Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Rösch, einem Experten auf dem Gebiet der endoskopischen Eingriffe an der Speiseröhre, hat zur gemeinsamen Etablierung dieses neuartigen endoskopischen Verfahrens geführt. Zuvor erfolgten bereits die ersten zwei gemeinsamen Eingriffe in Hamburg.

Für Patientinnen und Patienten mit andauernden Magen-Entleerungsstörungen ist die neue Methode eine große Hoffnung auf Beseitigung ihrer Beschwerden. Magenentleerungsstörungen werden meist durch eine Verengung oder einen Verschluss des Magenausgangs verursacht. Dadurch wird der Nahrungsbrei nicht weiter in den Darm transportiert, er staut sich, der Druck wächst bis zum Erbrechen der Nahrung. Die Betroffenen leiden unter Schmerzen, Rückfluss der Magensäure, Übelkeit, Erbrechen und unerwünschten Gewichtsverlust; die Lebensqualität ist stark eingeschränkt. Eine konservative Therapie mit Medikamenten hilft nur einem Teil der Patienten. Die anderen Patienten können derzeit nur mit künstlicher Ernährung, zeitlich befristet wirksamen Botulinumtoxin-Injektionen oder einer größeren Operation behandelt werden.

Für diese Patienten gibt es nun Hoffnung durch einen endoskopischen Eingriff, den die beiden anerkannten deutschen Experten für Magen- und Darmerkrankungen, Prof. Dr. Rösch aus Hamburg und Prof. Dr. Dormann aus Köln, eingeführt haben. Bei einer Magenspiegelung wird ohne operativen Eingriff von außen der Magenpförtner längs eingeschnitten, so dass er sich weitet und die Nahrung wieder passieren kann. Der Eingriff, die sogenannte endoskopische Pylorotomie (Pylorus = Magenpförtner, -tomie = Schnitt, in der Fachwelt auch Gastric peroral endoscopic pyloromyotomy G-POEM genannt), ist risikoärmer als eine Operation, gleichzeitig wird den Patienten schnell und dauerhaft geholfen.

„Mit dem neuen Verfahren zeigt die Abteilung für Gastroenterologie unter Leitung von Herrn Prof. Dormann ihre hohe fachliche Kompetenz“, kommentiert Prof. Horst Kierdorf, Klinischer Direktor der Kliniken Köln, die erfolgreichen Eingriffe. „Die Abteilung ist bundesweit dafür be-kannt, Patientinnen und Patienten auch mit unklaren oder sehr hartnäckigen Erkrankungen erfolgreich zu behandeln. Ich freue mich, dass ab sofort im Rheinland den Patienten mit Ma-gen-Entleerungsstörungen eine innovative Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung steht“.