Traumanetzwerk der Region Köln geht an den Start
Versorgung von Schwerverletzten im Großraum Köln wird weiter verbessert
Am 10.05.2011 wurde das Traumanetzwerk der Region Köln, bestehend aus
· Universitätsklinik Köln
· Vinzenz-Pallotti-Krankenhaus Bergisch
Gladbach – Bensberg
· Kreiskrankenhaus Mechernich
· Heilig Geist Krankenhaus Köln
· Kreiskrankenhaus Gummersbach
· Klinikum Köln-Merheim
· St. Franziskus Hospital Köln
· Sana-Klinikum Remscheid
· Krankenhaus Engelskirchen
durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) TraumaNetzwerkD der DGU
ausgezeichnet. Priv. Doz. Dr. Christian Kühne, Leiter Geschäftsstelle AKUT -
Arbeits
kreis
Umsetzung Weissbuch /
TraumaNetzwerkD DGU -, überreichte die Urkunden an Vertreter der beteiligten
Kliniken.
Zuvor hatten alle beteiligten Einrichtungen die Einzelaudits erfolgreich absolviert. Je nach
Ausstattung und Struktur übernehmen sie ihre wichtige Aufgaben in diesem Netzwerk und sind
eingestuft als überregionale, regionale oder lokale Traumazentren.
Das Klinikum Köln-Merheim ist als eines von zwei überregionalen Traumazentren der Region Köln
im TraumaNetzwerk der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie anerkannt. „Wir freuen uns sehr
über diese Auszeichnung“, sagt Prof. Dr. Christian Schmidt, medizinischer Geschäftsführer der
Kliniken der Stadt Köln gGmbH. „Das Klinikum Merheim hat eine lange Tradition und einen sehr guten
Ruf als Unfallklinik und bietet hervorragende Behandlungsbedingungen für Schwerstverletzte. Die
Zertifizierung als überregionales Traumazentrum bestätigt dies und wir sind sicher, dass die
Zusammenarbeit im Netzwerk dazu führen wird, die Versorgung von Schwerstverletzten in der Region
Köln noch weiter zu optimieren“.
Prof. Dr. Bertil Bouillon, Sprecher des Traumanetzwerk der Region Köln, ergänzt, dass insbesondere die weitere Verbesserung der Kooperation zwischen den beteiligten Kliniken und mit den beteiligten Rettungsdiensten sowie die standardisierte Qualitätsüberprüfung wesentliche Bausteine der Netzwerkidee sind.
Prof. Dr. Bertil Bouillon, Sprecher des Traumanetzwerk der Region Köln, ergänzt, dass insbesondere die weitere Verbesserung der Kooperation zwischen den beteiligten Kliniken und mit den beteiligten Rettungsdiensten sowie die standardisierte Qualitätsüberprüfung wesentliche Bausteine der Netzwerkidee sind.
Nach wie vor ist eine schwere Verletzung nach Verkehrs-, Arbeits- oder häuslichen Unfall die
häufigste Todesursache bei Menschen unter 45 Jahren. Die Überlebenschancen eines Unfallopfers
hängen entscheidend von der Qualität und Schnelligkeit der medizinischen Versorgung ab. Die
Traumanetzwerke haben sich zum Ziel gesetzt, eine flächendeckende best- und schnellstmögliche
Versorgung aller schwerverletzten Personen rund um die Uhr zu ermöglichen.
Dazu sind standardisierte Abläufe, abgestimmte Qualitätskriterien, partnerschaftliche
Kooperation sowie ständige Fort- und Weiterbildung nötig. Eine enge Abstimmung mit Feuerwehr und
Rettungsdienst ist unabdingbar. Beispielsweise wird nach gemeinsam erarbeiteten Kriterien
entschieden, ob ein Patienten in seinem Heimatkrankenhaus – also dem lokalen Zentrum – oder einem
überregionalen Zentrum versorgt wird. Dies führt dazu, dass die Entscheidung, wo der Patient
versorgt werden kann, ohne zusätzlichen Abstimmungsbedarf fällt und die Behandlung schneller
beginnen kann. Gemeinsame Fort- und Weiterbildungen sorgen für einen einheitlichen Wissensstand und
einen ständige Weiterentwicklung. Damit nach Abschluss der Therapie die Behandlungsqualität
überprüft werden kann, haben sich die Mitglieder freiwillig dazu bereit erklärt, den Ablauf von der
Erstversorgung bis zu Entlassung im bundesweiten Traumaregister nach einheitlichem Standard zu
dokumentieren.
Das Netzwerk soll in den kommenden Monaten um weitere Partner ausgebaut werden.
Zur Berichterstattung laden wir herzlich ein. Bei Fragen steht Herr Prof. Bertil Bouillon, Tel.: 0221/8907-3769, für Auskünfte und Interviews gerne zur Verfügung.
Zur Berichterstattung laden wir herzlich ein. Bei Fragen steht Herr Prof. Bertil Bouillon, Tel.: 0221/8907-3769, für Auskünfte und Interviews gerne zur Verfügung.
Hintergrund:
Informationen zur Zertifizierung als Traumazentrum auf der Website der DGU
Das Traumazentrum Köln-Merheim
Das Traumazentrum Köln-Merheim vorsorgt alle Patientinnen und Patienten mit Verletzungen des
Bewegungs- und Stützapparates sowie des Gehirns und des zentralen Nervensystems. Für die Versorgung
von Schwerstverletzten und Patienten mit Polytrauma (poly = viel, Trauma = Verletzung, Polytrauma =
Verletzung verschiedener Körperregionen oder Organe, die einzeln oder in Kombination
lebensbedrohlich sind) ist das Klinikum Merheim mit den beteiligten Fachabteilungen optimal
ausgestattet.
Erste Anlaufstelle sowohl für Patienten, die über den Rettungsdienst eingeliefert werden, als
auch für weniger schwer verletzte Patienten, die das Krankenhaus selbst aufsuchen, ist die Zentrale
Notaufnahme. Schwer verletzte Patientinnen und Patienten werden in einer speziellen
Behandlungszentrale, dem sogenannten Schockraum, erstversorgt. Innerhalb weniger Minuten haben die
Ärzte und Pflegekräfte mit Röntgen, Ultraschall und Computertomograph einen Überblick der
vorliegenden Verletzungen und können die Behandlung einleiten.
Im Traumazentrum Köln-Merheim werden jährlich mehr als 300 Patientinnen und Patienten im
Schockraum behandelt. Es gibt zwei Schockraumplätze, so dass das Krankenhaus jederzeit
Schwerstverletzte aufnehmen und behandeln kann.
www.kliniken-koeln.de
www.kliniken-koeln.de
-mf-
Seite zuletzt geändert am 14.05.11
