Die Abteilung für Strahlentherapie am Krankenhaus
Köln-Merheim bietet ab sofort den neuesten Stand in der radiologischen Krebstherapie: In den
renovierten Räumlichkeiten wurden zwei moderne Linearbeschleuniger (Elekta Synergy) zur
hochpräzisen Bestrahlung von Krebstumoren sowie ein Planungs-CT (Toshiba Aquilion Large Bore) in
Betrieb genommen. Die Geräte ermöglichen durch eine vollständig bildgeführte Strahlentherapie eine
noch genauere Bestrahlung eines Tumors bei größtmöglicher Schonung des gesunden Gewebes. Die
Abteilung ist vollständig digitalisiert und an das im vergangenen Jahr bei den Kliniken
installierte PACS angebunden.
Der Fortschritt beginnt mit dem neuen Planungs-CT. Die
dort erstellten Schnittbilder werden auf einen Computer übertragen, an dem der behandelnde
Strahlentherapeut den Zielpunkt der Bestrahlung festlegt. Durch elektronisch gesteuerte,
ungefährliche Laserstrahlen werden Linien auf der Haut abgebildet, mit deren Hilfe das
Bestrahlungsfeld am Körper exakt markiert werden kann. Diese optimale CT- und computergesteuerte
Behandlungsplanung, bei der Tumore räumlich erkannt und dargestellt werden, trägt zur maximalen
Sicherheit und Flexibilität der späteren Bestrahlung bei, denn die im Vorfeld erstellten präzisen „
Sollbilder“ können mit den Bestrahlungsbildern verglichen werden.
Der Planungs-CT bietet dank der weltweit größten Gantryöffnung von 90cm alle Möglichkeiten
einer patientenfreundlichen Lagerung und ermöglicht ergonomisches Arbeiten. So können auch
anspruchsvolle Therapieplanungen mit schwierigen Patientenlagerungen präzise simuliert und
realisiert werden. Das Krankenhaus Köln-Merheim ist das erste Haus in NRW, das diesen dank der
großen Öffnung besonders patientenfreundlichen CT einsetzt.
Herzstück der neuen
Technik sind zwei moderne Linearbeschleuniger der neusten Generation, die künftig zusätzlich zu den
bewährten Bestrahlungstechniken auch radiochirurgische Eingriffe, intensitätsmodulierte
Strahlentherapie (IMRT –bei dieser Methode kann die Strahlendosis innerhalb des Bestrahlungsfelds
verändert werden), intensitätsmodulierte Rotations-Strahlentherapie (VMAT - dabei dreht der
Strahlerkopf des Linearbeschleunigers sich kontinuierlich um den Patienten, während gleichzeitig
das Bestrahlungsfeld optimal angepasst wird) sowie Stereotaxie ermöglichen werden. Ein
computergesteuerter Tisch kann millimetergenau in die richtige Lage verschoben werden und
unterstützt damit die zielgenaue Bestrahlung. Für die Hochpräzisionsbestrahlungen ist der
Linearbeschleuniger zusätzlich mit einem KV-Cone-Beam-CT ausgestattet. Insbesondere die neuen
Bestrahlungstechniken, die sukzessive eingeführt werden, ermöglichen eine neue Behandlungsqualität,
denn sie sorgen für eine möglichst hohe Strahlendosis im Tumor, gleichzeitig eine möglichst
niedrige Dosis im gesunden Gewebe sowie eine kürzere Bestrahlungsdauer.
Zusätzlich zur neuen Geräteausstattung wurden die Räumlichkeiten renoviert. Dabei wurden die
Behandlungsräume in warmen Farbtönen rot bzw. gelb gestaltet. Die neue Farbigkeit wird von den
Patienten sehr gut angenommen. Die Kliniken der Stadt Köln gGmbH haben rd. 4,2 Mio. € (3,4 Mio. €
Technik, 0,8 Mio. € Baukosten) in die zukunftsweisende Ausstattung investiert.
Zur Berichterstattung über die neue Strahlentherapie – gerne auch zu Besichtigungen – laden
wir herzlich ein. Herr Dr. Eckhard Ingenhoff als zuständiger Oberarzt, Tel.: 0221/8907-3030 oder
-3285 (Sekretariat), steht für Gespräche über die Behandlungsmöglichkeiten gerne zur Verfügung.
- mf -
