Die städtischen Krankenhäuser Holweide und Merheim
haben erfolgreich die Zertifizierung „ Qualitätsmanagement Akutschmerztherapie“ der TÜV Rheinland
Group bestanden. PD Dr. Christian Schmidt, Geschäftsführer der Kliniken der Stadt Köln gGmbH, wird
die Zertifizierungsurkunde im Rahmen einer kleinen Feierstunde an Herrn Prof. Dr. Gerald Spilker,
Lei-tender Arzt der Kliniken, übergeben am 17.12.2009 um 16.30 Uhr im Krankenhaus Merheim,
RehaNova, Ostmerheimer Straße 200, 51109 Köln.
Das Krankenhaus Holweide mit den operativen Disziplinen (Frauenklinik, Chirurgie, Urologie
und HNO sowie Anästhesie) wurde erstmals zertifiziert. Das Krankenhaus Merheim hatte 2006 als
erstes Haus in Deutschland die Zertifizierung erhalten und wurde nun erfolgreich rezertifiziert.
Viele Patientinnen und Patienten haben Angst vor den Schmerzen nach einer Operation. Eine gut
geplante Therapie mit modernen Verfahren zur Schmerzbetäubung kann diese Angst nehmen. Die
Schmerztherapie ist stufenweise angelegt und beginnt oft schon vor der Diagnose mit der
Schmerzmittelgabe. Klar definierte Behandlungspfade sehen dann je nach Schmerzintensität
unterschiedliche Therapien begleitend zu und nach Operationen vor. Bei der OP-Aufklärung wird der
Patient auch über die zu erwartenden Schmerzen und über geeignete Maßnahmen zur Schmerztherapie
aufgeklärt. Während der gesamten Dauer des Krankenhausaufenthaltes wird mit einer sogenannten
Schmerzkurve und verschiedenen Daten wie Komplikationen, Nebenwirkungen und Zufriedenheit gemessen,
ob und in welcher Stärke Schmerzen vorhanden sind. Spezielle Pläne für Komplikationen und einen
sog. Akutschmerzdienst stellen sicher, dass jederzeit kurzfristig bei unvorhergesehenen starken
Schmerzen gehandelt werden kann. Der Patient erhält bei der Entlassung einen Kurzbericht oder
Arztbrief, in dem die empfohlene Schmerztherapie für die weitere ambulante Behandlung dokumentiert
wird.
Die Kliniken der Stadt Köln verfügen über modernste Verfahren zur Schmerzbetäubung und
Schmerzbekämpfung, die Patientinnen und Patienten Schmerzen weitestgehend ersparen können. Ein
Schmerzteam, in dem besonders ausgebildete Mediziner und Pflegekräfte eng zusammenarbeiten,
garantiert die konsequente Umsetzung eines standardisierten Konzeptes. Klare Abläufe und Strukturen
sowie Schulung und Fortbildung bewirken eine ständige Verbesserung. Zur Qualitätssicherung werden
interne Audits durchführt und alle Stationen der zertifizierten Kliniken werden 2x im Jahr
überprüft.
Das Schmerztherapiekonzept nutzt allen Beteiligten im Gesundheitswesen: Die Patientinnen und
Patienten sind zufriedener, weil sie schneller mobil, gesund und wieder zu Hause sind und weil sie
in die Behandlung einbezogen werden. Klar strukturierte Abläufe ermöglichen schnelles Handeln, für
Ärzte und Pflegende besteht weniger Abstimmungsaufwand. Nicht nur die Auszeichnung durch den TÜV
Rheinland, sondern auch Patientinnen und Patienten bestätigen in regelmäßig durchgeführten
Befragungen die erfolgreiche Umsetzung des Schmerzkonzeptes.
Das Pilotprojekt „Schmerzfreies Krankenhaus“, das der Erst-Zertifizierung vorausging,
orientierte sich an den Leitlinien der Fachgesellschaften und stützt sich auf die langjährigen
For-schungsergebnisse von Prof. Dr. Edmund A. M. Neugebauer, Inhaber des Lehrstuhls für
chirurgische Forschung und Direktor des Institutes für Forschung in der operativen Medizin (IFOM)
der Universität Witten-Herdecke.
Zu der Zertifikatübergabe sowie zur Berichterstattung über die Schmerztherapie laden wir
herzlich ein.
- ak -
