Kaufmännischer Geschäftsführer der Kliniken der Stadt Köln gGmbH verlässt das Unternehmen im kommenden Frühjahr
Wilhelm Hecker, Staatssekretär a.D., Geschäftsführer der Kliniken der Stadt Köln gGmbH, wird das
Unternehmen mit Ablauf seines Vertrags Ende März 2010 verlassen. „Für eine weitere Tätigkeit bei
den Kliniken der Stadt Köln gGmbH stehe ich nicht zur Verfügung. Darüber habe ich den Vorsitzenden
des Aufsichtsrats am 18.11.2009 informiert, “ erklärt Wilhelm Hecker. „Mein Ziel – die
Modernisierung der städtischen Krankenhäuser, um diese zukunftsfähig zu machen – ist erreicht, so
dass ich mich anderen Aufgaben widmen möchte“.
Michael Paetzold, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Kliniken der Stadt Köln gGmbH: „Ich muss
diese Entscheidung respektieren und danke Herrn Hecker für seine erfolgreiche Arbeit, welche ganz
wesentlich dazu beigetragen hat, dass er die Kliniken in einem wirtschaftlich hervorragend
aufgestellten Zustand übergeben kann. Für diese Leistung spreche ich ihm ausdrücklich meine
Anerkennung aus. Unsere Aufgabe wird es jetzt sein, die Kliniken trotz der schwierigen
Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen auf dieser Basis fachlich weiter zu qualifizieren und für
unsere Patientinnen und Patienten zu attraktivieren, um den Menschen aus der Region eine qualitativ
hochwertige Versorgung zu sichern.“
Im Januar 2003 hatte Wilhelm Hecker die Tätigkeit bei den städtischen Krankenhäusern
aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt war die wirtschaftliche Situation der Kliniken schwierig, das
Betriebsergebnis war seit 1996 negativ. Zur Zukunftssicherung der Kliniken wurde ein Masterplan
erarbeitet und konsequent umgesetzt. Das Unternehmen schreibt seit 2004 schwarze Zahlen. Das
Betriebsergebnis des Jahres 2008 war mit über 14 Mio. € das beste Ergebnis in der Geschichte des
Unternehmens. Die Zahl der Arbeitsplätze bei den Kliniken der Stadt Köln ist seit 2003 um 180
Vollzeitstellen gestiegen. Die positive Entwicklung wird durch Externe bestätigt. So schreibt die
Fachzeitschrift kma im Oktober 2009 „Die Entwicklung der Kliniken ist seit 2006 sehr erfolgreich.
Das Analysetableau verdeutlicht, dass die Kliniken der Stadt Köln im Vergleich mit anderen
kommunalen Kliniken wie Vivantes, Gesundheit Nordhessen und HSK in nahezu jeder Hinsicht deutlich
überlegen sind.“
Die wirtschaftliche Stabilität ermöglichte zudem erhebliche Investitionen, um die
medizintechnische Ausstattung weiter zu verbessern, die Funktionsbereiche den heutigen
Anforderungen entsprechend zu gestalten und die Gebäude zu modernisieren. Seit 2003 haben die
Kliniken Investitionen in Höhe von 140 Mio. € weit überwiegend aus Eigenmitteln realisiert. Im
laufenden Jahr wurde als größtes Projekt ein Neubau am Klinikum Merheim mit einem Kostenvolumen von
rd. 70 Mio. € in Auftrag gegeben.
Der Ausbau von Lehre und Forschung sowie Kooperationen tragen zu dem Erfolg der Klini-ken
bei. Als jüngstes Beispiel ist die Einrichtung einer Abteilung zur Vorsorgung von Patien-ten der
gesetzlichen Unfallversicherung in Zusammenarbeit mit dem Berufsgenossenschaftlichen
Universitätsklinikum Bergmannsheil in Köln-Merheim zu nennen. In Merheim sind in den vergangenen
Jahren 5 Lehrstühle der Universität Witten-Herdecke eingerichtet worden. Die Zusammenarbeit konnte
weiter intensiviert und ausgebaut werden. Es ist davon auszugehen, dass das Klinikum Merheim noch
in diesem Jahr Universitätsklinikum der Universität Witten-Herdecke wird.
–mf–
