Das Projekt “Zentrales Patientenmanagement” erhielt den KTQ-Award 2010 in der Kategorie „ Nachhaltigkeit von QM-Projekten“
Das Projekt „Einrichtung eines
Zentralen Patientenmanagements im Krankenhaus Köln-Holweide“ wurde mit dem KTQ-Award 2010 in der
Kategorie „ Nachhaltigkeit von QM-Projekten“ ausgezeichnet. Dr. Luis Calero (Ltd. Oberarzt der
HNO-Klinik Köln-Holweide), Heribert Rellecke (Leiter des Zentralen Patientenmanagements) und
Carsten Thüsing (Leiter Abteilung Qualitätsmanagement) nahmen den Preis beim diesjährigen KTQ-Forum
in Berlin entgegen.
Die KTQ – Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen – zeichnet mit dem
Award Projekte aus, die insbesondere der Patienten- und Serviceorientierung dienen und ihre
Nachhaltigkeit unter Beweis stellen.
„Wir sind stolz, dass das Krankenhaus Köln-Holweide zu den Preisträgern 2010 zählt“,
kommentiert Prof. Dr. Christian Schmidt, medizinischer Geschäftsführer der Kliniken der Stadt Köln,
die Auszeichnung. „Beschäftigte aller Berufsgruppen engagieren sich bei uns regelmäßig in Projekten
des Qualitätsmanagements, um die Qualität der Patientenversorgung weiter zu verbessern“. Roman
Lovenfosse-Gehrt, kaufmännischer Geschäftsführer der Kliniken, kann sich bei dem ausgezeichneten
Projekt zusätzlich über wirtschaftliche Vorteile freuen: „Eine Verbesserung der Patienten – und
Mitarbeiterzufriedenheit bei gleichzeitigen Kosteneinsparungen – derartige Erfolge wünscht sich
jedes Krankenhaus.“ Das Besondere an dem Projekt: Die Idee wurde nicht durch eine
Unternehmensberatung entwickelt und realisiert, sondern stammt aus dem Kreis der Beschäftigten,
wurde in einer Projektgruppe geplant, umgesetzt und weiterentwickelt.
Mit der Einführung des Zentralen Patientenmanagements sollten die Abläufe bei geplanten
Operationen verbessert werden mit dem Ziel, den Krankenhausaufenthalt zu verkürzen, Wartezeiten zu
verringern und Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Um dies zu erreichen, wurde ein Team
eingerichtet, das die gesamte OP-Vorbereitung (Untersuchungen, Indikationsstellung, OP-Aufklärung,
OP-Terminierung und Prämedikation) koordiniert.
Während früher Patienten zur OP-Vorbereitung einen Tag vor der Operation einbestellt wer-den
mussten, wird dies heute im Regelfall in 1-2 Stunden ambulant erledigt. Die Verweildauer konnte so
reduziert werden, die Kosten der Behandlung sind gesunken, die Betten auf den Stationen sind besser
ausgelastet bzw. stehen schneller für andere Patienten zur Verfügung.
Die Patienten, so zeigt eine Befragung, beurteilen diese veränderten Abläufe sehr positiv.
Auch die Zufriedenheit der Beschäftigten hat sich verbessert: Stationen werden entlastet, da der
Abstimmungsbedarf gesunken ist und durch die höhere Patientenzufriedenheit die Zahl der Beschwerden
zurück gegangen ist. Für das Krankenhaus bedeutet die um einen Tag reduzierte Verweildauer pro
Patient zudem wirtschaftliche Vorteile durch geringere Kosten für medizinischen Bedarf, Betreuung
und Verpflegung. Die Kosteneinsparung beläuft sich auf ca. 200.000 €/Jahr. Zudem besteht die
Möglichkeit, durch den kürzeren Krankenhausaufenthalt und die hohe Patientenzufriedenheit
zusätzliche Patienten zu behandeln und somit höhere Einnahmen zu erreichen.
